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Aktuell

Milliardengrab MEADS

Raketenabwehr für Deutschland

10.12.2004 

Zehn bis Zwölf Milliarden Euro für die Beschaffung, allein eine Milliarde Euro für die Entwicklung einer Raketenabwehr für Deutschland: Das ist MEADS (Medium Extended Air Defense System), das neueste transatlantische Rüstungsprojekt. Unbrauchbar, überdimensioniert, technisch nicht ausgereift, intransparentes Entscheidungsverfahren, rüstungspolitisch verfehlt: das sagt Bernd Kubbig von der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung zu dem Projekt.

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Aktuell

Grandioser Fehlschlag

Raketenabwehr funktioniert nicht

16.12.2004 

Eine "unbekannte Anomalie" ist laut Pentagon für das Scheitern des 85 Millionen Dollar teuren Tests vom heutigen Mittwoch verantwortlich. Die Abfangrakete hob nicht von ihrer Startvorrichtung auf dem Kwajalein-Atoll im Zentralpazifik ab. 16 Minuten zuvor war ihr Ziel, eine ballistische Rakete mit Gefechtskopfattrappe, von der Kodiak-Insel in Alaska abgeschossen worden.

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Hintergrund

Raketenabwehr von 1945 bis heute

Geschichte

17.12.2004 

Mit dem Bau und dem Einsatz der ersten Raketen beginnt auch die Geschichte der Raketenabwehr. Seither bemühen sich vor allem die USA - bislang vergeblich - um einen wirksamen Schutz gegen Angriffe durch Interkontinentalraketen. Die Entwicklungen der letzten 60 Jahre in einem kurzen Abriss.

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Einspruch gegen Raketenabwehr

Aufruf

10.11.2004 

Die zuständige US-Behörde für Raketenabwehr prüft derzeit, ob und wie Pläne für eine nationale Raketenabwehr fortgeführt werden sollten. Das Global Network Against Weapons & Nuclear Power in Space fordert international dazu auf, sich in die Diskussion einzumischen und schriftlichen Einspruch zu erheben. Wir unterstützen dieses Anliegen.

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Raketen abrüsten statt abwehren!

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Nachricht:

Bush fürchtet Fehlschuss

Die ersten Abfanggeschosse in den USA sind installiert

28.09.2004 

Angekündigt war es seit langem: Das Nationale Raketenabwehr-system der USA sollte noch während der Amtszeit von George W. Bush kurz vor den Wahlen installiert und einsatzbereit sein. Jedoch, es kam anders. Ein erster Testflug wurde sicherheitshalber auf Ende November verschoben, ob das System, dessen Entwicklung bislang 90 Milliarden Dollar verschlungen hat, überhaupt je funktionieren wird, bleibt reine Spekulation.

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Militärkritik:

Weltraumwaffen gegen Teppichmesser

Regina Hagen und Jürgen Scheffran in Wissenschaft und Frieden 1/2002

10.02.2002 

Die Ereignisse vom 11. September 2001 haben allzu deutlich gezeigt, wie verwundbar die USA, die modernen Industriegesellschaften insgesamt sind. Keine Kernwaffenarsenale, keine Flugabwehr, keine Raketentechnologie und keine Weltraumsatelliten konnten verhindern, dass mit Hilfe von Teppichmessern Verkehrsflugzeuge in Massenvernichtungswaffen umgewandelt wurden. Der Versuch, Sicherheit aus großer Distanz mit immer ausgeklügelteren technischen Systemen herzustellen, muss kläglich scheitern, wenn der Gegner mitten in der Gesellschaft sitzt und klare Fronten nicht mehr auszumachen sind.

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Rede

Raketenabwehr schafft keine Sicherheit

Jürgen Scheffran

10.10.2001 

Die Ereignisse des 11. September haben allzu deutlich gezeigt, wie verwundbar unsere Industrie-Gesellschaft ist. Rüstungs-Lobbyisten versuchen, die Ängste in der Bevölkerung für ihre Zwecke zu nutzen. Sie wollen uns einzureden: durch Krieg und neue Waffen können wir vor Terror, vor Massenvernichtungs-Waffen und Raketen-Angriffen geschützt werden. Dies gipfelt in der Vorstellung, auch den Weltraum militärisch zu kontrollieren, um alle Bedrohungen auf der Erde in den Griff zu bekommen. Gerade heute ist es wichtig, auf diese Bestrebungen aufmerksam zu machen, denn der 13. Oktober ist der internationale Protesttag gegen Raketenabwehr und die Bewaffnung des Weltraums.

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Hintergrund

Der gefährliche Traum von Unverwundbarkeit

NMD

10.07.2000 

Im Kalten Krieg stützten die USA und die Sowjetunion ihre Sicherheit auf die Theorie der atomaren Abschreckung. Jede Seite baute genug Atomwaffen, um den Gegner nach einem Atomangriff im Gegenzug noch vernichten zu können. Diese Doktrin heißt "Mutually Assured Destruction" (MAD) und führte zu einem Wettrüsten mit mehr als 60.000 Atomwaffen.

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Wissenschaftler gegen "Star Wars"

Militarisierung des Weltraums befürchtet

19.05.2005 

Eine Gruppe Wissenschaftler hat die USA davor gewarnt, Waffen im Weltraum zu entwickeln und zu stationieren. Dies sei unangemessen teuer und würde zu einem neuen Rüstungswettlauf führen. Im Rahmen der Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag hat die US-Wissenschaftlergruppe Union of Concerned Scientists (UCS) den Vereinten Nationen vorgeschlagen, einen Vertrag zu entwerfen, der zivile Satelliten zu stören verbietet. Sie wollen damit jede Rechtfertigung für Weltraumwaffen entkräften.

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