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Neoliberale Geopolitik
Militärische Absicherung der Globalisierung
Der Krieg gegen den Irak war der endgültige Schritt über den Rubikon: Er war nicht nur der erste Anwendungsfall der interventionstischen Bush-Doktrin nebst Präventivkriegskonzept, sondern repräsentiert auch den Übergang von einer bis dato primär informellen zu einer offen imperialistischen amerikanischen Außenpolitik. Dass dies zu einem Zeitpunkt geschieht, an dem die Widersprüche der gegenwärtigen Weltwirtschaftsordnung immer offensichtlicher zutage treten, ist beileibe kein Zufall.
Globalisierung und Krieg
Vortrag von Claudia Haydt in Peking
Das Ende des kalten Krieges hat in vielen von uns die Hoffnung geweckt, das dies der Beginn einer neuen Ära des Friedens sein könnte. Die Drohung eines vielfachen Overkills durch nukleare Waffen schien genauso gebannt wie die zahllosen so genannten Stellvertreterkriege. Durch das Ende der Bipolarität wäre es nun auch endlich möglich die Friedensdividende zur weltweiten Bekämpfung der Armut zu verwenden. Leider dauerte diese Hoffnung nicht lange, Krieg und Armut stehen immer noch auf der globalen Agenda. Besonders die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts führten für eine Reihe von Ländern sogar zu deutlichen Rückschritten. Heute gibt es im Vergleich zu 1993 in 50 Staaten mehr Armut und in 21 Ländern leiden prozentual mehr Menschen an Hunger.
Prävention statt Intervention
IPPNW-Projekt: "Root Causes of Conflicts"
Immer häufiger und immer selbstverständlicher intervenieren Industrieländer militärisch in Konflikte und Krisen in der übrigen Welt. Hintergrund sind zum einen wachsende Begehrlichkeiten aus dem Zeitgeist eines neuen (Post)-Kolonialismus. Zum andern aber die - inzwischen auch bei Hilfs- und Friedensorganisationen immer verbreitetere - Vorstellung, dass zunehmende humanitäre Katastrophen im "Süden" Interventionen von außen letztlich zwingend erfordern. Das IPPNW-"Root-Causes-Projekt" soll die Hintergründe dieser Entwicklung aufklären und so Voraussetzungen für echte und nachhaltige Präventionsansätze schaffen.


