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Reformen, Widersprüche und bittere Armut

11. IPPNW-Delegationsreise Türkei 2006

Seit wir zurück sind, haben sich in der Türkei die Ereignisse überschlagen. In Diyarbakir und anderen Städten kam es zu massiver Gewalt mit Toten und Verwundeten und Hunderten von Inhaftierten. Viele der Opfer sind Kinder und Jugendliche. Der Justizminister hat ein scharfes Antiterrorgesetz von 1991 wieder aus der Schublade geholt. Nationalismus, Hass und Vergeltung sind an der Tagesordnung, Demokratie, Versöhnung und Frieden in weite Ferne gerückt.
Vor dem Spiegel dieser Ereignisse erscheinen unsere Gespräche vor Ort in einem neuen Licht.

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Aus IPPNW-Forum 93-94/05

Vertrauen fehlt

10. ÄrztInnen-Delegationsreise in die Türkei

15.10.2005 

Eine beispielhafte Geschichte zu Beginn: Der Anwalt M. Aygün in Tunceli erhält eine Morddrohung vom örtlichen Militärkommandanten. Er stellt ihn zur Rede. Der Kommandant wiederholt die Drohung. Herr Aygün weiß, dass er diese Drohung sehr ernst nehmen muss. Er verklagt den Kommandanten und wendet sich an die Presse und an Amnesty international. Bevor ein Verfahren gegen den Kommandanten eröffnet werden kann, muss der Gouverneur seine Zustimmung geben.

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Aus Forum 86/87/04

Europa bleibt Hoffnung und Motor

9. IPPNW-ÄrztInnendelegation in die Türkei

15.03.2004 

Uri Avnery, der bekannte Friedensaktivist aus Israel, der 1933 aus Deutschland emigrierte, schildert in einem Artikel "Leben wie in einer Seifenblase" den Teufelskreis, in dem sich Palästinenser und Israelis befinden. Ich zitiere aus diesem Text, weil er meines Erachtens auch die Situation zwischen Türken und Kurden gut beschreibt:

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Analyse von Nesmil Ghassemlou

Barrieren überwinden

Anerkennnung der traumatischen Taten

15.01.2004 

Der Konflikt zwischen KurdInnen und TürkInnen ist nur friedlich lösbar. Doch auf dem Weg zum Friedensdialog stehen viele Barrieren. Nesmil Ghassemlou analysiert die psychischen Hindernisse für die Beteiligten und entwickelt Lösungsansätze und Utopien.

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Pressemitteilung vom 12.11.2003

Verfahren gegen Menschenrechtsstiftung

Rechtsstaatliche Kriterien erfüllen!

12.11.2003 

Am heutigen 12. November wird gegen die Menschenrechtsstiftung der Türkei (TIHV) ein Gerichtsverfahren in Ankara eröffnet. Der Stiftung wird vorgeworfen, mit dem Aufruf für Spenden für die Behandlung von Hungerstreikenden gegen das türkische Spendensammelgesetz verstoßen zu haben.

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Pressemitteilung vom 04.07.2002

Behinderungen der Menschenrechtsarbeit

Schreiben an Joschka Fischer

04.07.2002 

In einem Schreiben an Außenminister Joseph Fischer und den für die Erweiterung und Entwicklung der Gemeinschaft zuständigen Kommissar der Europäischen Union (EU) Günter Verheugen kritisiert die europäische Fachkonferenz "Schutz und Rehabilitation für traumatisierte Flüchtlinge und Opfer von Folter im Exil" Behinderungen der Menschenrechtsarbeit in der Türkei.

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Aus dem IPPNW-Forum 75-76

Der dornige Weg zum Frieden

7. ÄrztInnendelegation in die Türkei

15.07.2002 

Die Behandlung von gefolterten und durch politische Gewalt traumatisierten Menschen in der Türkei ist nicht gewährleistet. Die wenigen Rehabilitationszentren erreichen bei weitem nicht alle Bedürftigen. Sie können ihren Patienten keine Sicherheit vor erneuter Verfolgung bieten und auch kaum soziale Hilfestellung leisten. Beides wären aber notwendige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Traumatherapie.

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Artikel aus der Ärztezeitung vom 9. März 200

Türkischen Ärzten droht Gefängnis

Prozess-Beobachtungen in der Türkei

Angeklagt sind in Izmir derzeit der Psychiater Dr. Alp Ayan, der Traumatologe Professor Veli Lök und der Gynäkologe Dr. Zeki Uzun. Sie alle sind Mitarbeiter der Türkischen Menschenrechtsstiftung (TIHV), ein Verein, der finanziell und ideell unter anderem von der Europäischen Union, amnesty international und dem Zentrum zur Behandlung von Folteropfern in Kopenhagen unterstützt wird. Diese Behandlungszentren für Folteropfer sind in den vergangene Jahren in mehreren türkischen Städten entstanden, darunter neben Izmir und Ankara auch in Diyarbakir. Ärzte der Stiftung behandeln Folterüberlebende und dokumentieren Folterspuren. Dr. Ayan ist mittlerweile selbst misshandelt und Dr. Uzun sogar gefoltert worden.

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Pressemitteilung 25. Oktober 2007

Die Waffen nieder im türkisch-kurdischen Konflikt

Deutsche Friedensbewegung appelliert

25.10.2007 

Es ist, als ob zwei Züge aufeinander rasen und die Lokführer eines jeden brüllen sich zu, der andere solle bremsen. Die Kämpfe in kurdischen Gebieten in der Türkei und an der Grenze zum kurdischen Teil des Irak werden immer heftiger. Die Spirale der Gewalt dreht sich in Rache und Gegenrache. Ankara steht unter Druck, seinen Generälen grünes Licht für Intervention im Irak zu geben. Dann würde das gegenseitige Morden erst richtig losgehen - ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Dies muss und kann verhindert werden. Ein großer Schritt auf jeder Seite kann den Anfang zur Umkehr bilden.

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Pressemitteilung vom 18.02.2002

Vorkommnisse sollten in Europa unvorstellbar sein

Türkei kriminalisiert kurdische Sprache

18.03.2002 

Die türkischen Sicherheitsbehörden gehen resolut gegen Befürworter der kurdischen Sprachrechtskampagne vor. Das konnte eine Menschenrechts-Delegation aus sieben Ärztinnen und Ärzten der IPPNW in der ost-anatolischen Stadt Adana erleben. Die Kampagne will mit Anträgen an Ausbildungseinrichtungen erreichen, das kurdischer Sprachunterricht als Wahlfach eingeführt wird. Das türkische Innenministerium hat Anweisung erteilt, diese Anträge abzulehnen und gegen die Antragsteller polizeilich vorzugehen.

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Aufhebung des PKK-Betätigungsverbotes

Resolution

02.12.2001 

Das Symposium "Verboten ist, den Frieden zu verbieten" am 1. - 2. Dezember 2001 in Berlin, an dem Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Menschenrechtlerinnen und Menschenrechtler, Journalistinnen und Journalisten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teilgenommen haben, hat die folgende Resolution verabschiedet: Die PKK hat im Januar 2000 einseitig und ohne Gegenleistung die Fortführung des bewaffneten Kampfes offiziell eingestellt, nachdem bereits zum 1. September 1999 die Beendigung des bewaffneten Kampfes erklärt und vollzogen worden war.

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Pressemitteilung vom 25.07.2001

Afrikanische Flüchtlinge in Lebensgefahr

200 hungernde Afrikaner

25.07.2001 

200 afrikanische Flüchtlinge hungern im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Griechenland. Die Afrikaner sind tätlichen Übergriffen der türkischen Sicherheitsbehörden ausgesetzt. Es soll bereits drei Tote gegeben haben. Das berichtet heute der türkische Menschenrechtsverein (IHD).

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Aus Forum 68/01

Ärzte vor Gericht

"Enormes Gesundheitsproblem"

15.04.2001 

Ein Arzt ist nur seinen Patienten verpflichtet. Vom Umgang mit dieser Ethik in der Türkei berichtet die Ärztin Angelika Claußen, die als Prozessbeobachterin ihre Kollegen vor Gericht erlebte. Günseli Kaya und Dr. Alp Ayan von der Menschenrechtsstiftung (TIHV) in Izmir, sind angeklagt, an einer illegalen Demonstration 1999 im Zusammenhang mit der Beerdigung des im Gefängnis ermordeten Häftlings Nevzat Ciftci teilgenommen zu haben.

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Aus Forum 71/01

Einsatz für die Menschenrechte

Ein riskantes Unterfangen in der Türkei

15.02.2001 

"Egal, wer zu mir als Patient kommt, sei es ein Dorfschützer oder ein Mitglied der verbotenen Organisation, ein Polizist oder ein Soldat, ich behandle sie alle gleich, weil ich dabei nur den Menschen sehe. Es ist sehr schade, dass sich viele Ärzte aus Angst nicht mehr so verhalten.... Es sollte selbstverständlich sein, nicht Freund oder Feind in den Patienten zu sehen, sondern Menschen, denen ich helfen kann. Nicht nur in der Türkei sondern in der ganzen Welt sollte das so sein.

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Aufruf

KollegInnen brauchen unsere Solidarität

Hungerstreik in türkischen Gefängnissen

15.02.2001 

In den türkischen Gefängnissen sind ca 750 Menschen immer noch im Hungerstreik, der am 20. Oktober 2000 begann als Protest gegen die Verlegung in neue Isolationsgefängnisse. Etwa 30 junge Menschen sind inzwischen gestorben, viele werden irreparable Schäden davon tragen.

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Aufruf

Menschenrechts-Bibliothek in Istanbul

Projekt finanziell unterstützen

15.04.2000 

Geht uns das etwas an? Hat es überhaupt Aussicht auf Erfolg? Sollte eine solche Bibliothek nicht besser in Genf, Brüssel oder Straßburg angesiedelt sein? Lauter berechtigte Fragen, die sicher nicht eindeutig mit Ja oder Nein beantwortet werden können. Es gibt aber Argumente, die für Istanbul sprechen. Der Türkische Menschenrechtsverein IHD hat dieses Projekt begonnen und schon über manche Klippe hinweg vorangetrieben. Ercan Kanar, ein Anwalt des IHD, ist ein Garant dafür, dass die Planung solide und unter den schwierigen türkischen Bedingungen mit möglichst großer Rechtssicherheit verläuft.

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