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Toxische Effekte von Uranmunition
Vortrag von Dr. Thomas Fasy
Dr. Thomas Fasy, Professor für Pathologie an der Mount Sinai School of Medicine, USA, wertete im Sommer 2005 Datenmaterial aus, das ihm irakische Kliniken zur Verfügung gestellt hatten. Ergebnis: Das abgereicherte Uran hat zu einem drastischen Anstieg bei der Kinderkrebsrate geführt - um mehr als 400% in wenig mehr als 10 Jahren. Die Ionen des Uran haben die Eigenschaft, sich an unser Erbut zu heften - was den deutlichen Anstieg der Leukämierate bei Kindern und die massive Geburtenzunahme von fehlgebildeten Kindern erklärt. Auf dem IPPNW-Tschernobylkongress im April 2006 hielt Thomas Fasy einen Vortrag zum Thema "Toxic Effects of Inhalational Exposure to Uranium Oxide Dust Particles Derived from Depleted Uranium Munitions."
Für ein Verbot von Uranwaffen
Brüssel, Juni 2005
Die Internationale Koalition für ein Verbot von Uranwaffen (ICBUW) veranstaltete seine jährliche Konferenz in Brüssel am 23. und 24. Juni 2005. Die Koalition überreichte dem Europäischen Parlament einen Teil der über 150.000 Unterschriften für ein Verbot von Uranwaffen. Keith Baverstock, ehemaliger Mitarbeiter der WHO, klärte über die toxologischen Gefahren und die Unterdrückung der Informationen über Uranmunition auf.
DU-Folgen untersuchen
US-Kongressabgeordnete für neues Gesetz
Eine neue Gesetzesvorlage des Arztes und Abgeordneten Jim McDermott (Demokrat) im US-Kongress fordert Untersuchungen über die Auswirkungen uranhaltiger Munition auf Gesundheit und Umwelt. Zudem sollten Regionen in den USA dekontaminiert werden, die mit abgereichertem Uran verseucht sind. Die Gesetzesvorlage wird von mehreren Kongressabgeordneten der Demokratischen Partei mitinitiiert, u.a. Charles Rangel, Edward Markey, John Conyers, Stefanie Tubbs-Jones, Barbara Lee und Tammy Baldwin.
Die Kontroverse um Depleted Uranium
IPPNW-Atomkongress, Mai 2004
Als Ärztin und Teilnehmerin einer Friedensdelegation war ich gerade aus Basra von unserem Besuch des Mutter-Kind-Hospitals zurückgekehrt. Der ZDF-Reporter, der mich interviewte, meinte vorab: „Kommen sie bloß nicht damit, dass die Ursache für die vielen, an Leukämie erkrankten Kinder etwas mit DU, abgereichertem Uran, zu tun haben könnte. Das wird unser Sender auf keinen Fall bringen!” Ich fühlte einen leichten Schock in mir. Eine ursprünglich wissenschaftliche Debatte ist so politisiert und polarisiert, der "eingebettete Journalismus" funktioniert reibungslos.



