A- | A | A+
RSS  Drucken   Senden
IPPNW

Sie sind hier: archiv.ippnw.de | Presse | Presse 2000

Pressemitteilung vom 23.11.00

Bleiberecht für bosnische Kriegsflüchtlinge!

Ärzte appellieren an Innenminister

Berlin-  Auf der Herbsttagung der deutschen Innenminister (23. & 24. 11.) befassen sich diese mit der Situation der 35.000 bosnischen Kriegsflüchtlinge in Deutschland. Unter Hinweis auf die schwierige soziale und rechtliche Lage in Deutschland und die ebenso schwierigen Bedingungen in Bosnien-Herzegowina fordert die IPPNW von den Ministern eine schnelle pragmatische und humane Lösung für die hier noch lebenden Flüchtlinge: Das Bleiberecht für bosnische Kriegsflüchtlinge.

Die IPPNW kritisiert in einer Stellungnahme, das die meisten bosnischen Flüchtlinge als Opfer von Verfolgung zwar Flüchtlinge im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention seien, eine Anerkennung des Flüchtlingsstatus ihnen aber verwehrt wurde. Fast allen sei eine Rückkehr unmöglich, weil ihre Wohnungen und Häuser von den 800.000 Binnenflüchtlinge Bosnien-Herzegowinas belegt seien. Besonders auf die fehlende therapeutische Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge vor Ort weisen die Ärzte der IPPNW hin.

Die IPPNW fordert mit ihrer Kampagne "Bleiberecht für traumatisierte Flüchtlinge", das seien etwa ein Drittel der in Deutschland lebenden Flüchtlinge, eine gesetzliche Sicherung der Situation dieser Menschen. Die IPPNW wird sich mit dem Thema auch im Rahmen des Kongresses "Kultur des Friedens" vom 8. bis 10. 12. 2000 in der Technischen Universität Berlin beschäftigen.
Siehe Kongressprogramm

... zurück

Sie sind im Archiv

Hier geht es zurück zum aktuellen Pressebereich auf www.ippnw.de.