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Pressemitteilung vom 21.12.2001

Hilfe für die Menschen muss Vorrang haben!

IPPNW bezweifelt den politischen Nutzen

21.12.2001 

Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) haben Bedenken, dass der UN-Einsatz in Afghanistan mit deutscher Beteiligung einem zivilgesellschaftlichen Fortschritt im Lande wirklich helfen wird.

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Pressemitteilung vom 13.12.2001

Wer krank ist, wird abgeschoben

Ärzte und Flüchtlinge übergeben 27.100 Unterschriften für ein Bleiberecht traumatisierter Flüchtlinge an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse

13.12.2001 

Überlebende von Folter, Vergewaltigung und Krieg, die an den Folgen ihrer Erlebnisse nachhaltig leiden, finden in Deutschland immer seltener den notwendigen Schutz. Das heute im Bundestag in erster Lesung debattierte Zuwanderungsgesetz droht die Situation dieser kranken Flüchtlinge zusätzlich zu verschärfen. Deshalb übergeben die Ärzte für Frieden und in sozialer Verantwortung (IPPNW) heute Bundestagspräsident Wolfgang Thierse stellvertretend für die Mitglieder des Bundestages 27.100 Unterschriften für ein gesetzlich verbrieftes Bleiberecht traumatisierter Flüchtlinge.

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Pressemitteilung vom 05.12.2001

Krieg wird Konflikt nicht lösen!

IPPNW warnt vor Eskalation

05.12.2001 

Die internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges verurteilen die militärischen Angriffe Israels auf Palästina ebenso wie die Selbstmordattentate von Palästinensern in Israel. "Unser tiefes Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen auf beiden Seiten", sagt Ute Watermann, Sprecherin der IPPNW. Wir vernehmen mit tiefer Sorge die Stimmen israelischer Politiker, die einen Krieg gegen Palästina befürworten und die palästinensische Autonomiebehörde zerstören wollen. "Krieg bringt uns dem Frieden im Nahen Osten nicht näher. Im Gegenteil. Er wird auf Jahrzehnte den Hass und den Terror in der Region zementieren".

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Pressemitteilung vom 04.12.2001

Ziviles Gegengewicht zur Parteiendemokratie

Gemeinsamer Aufruf von Wissenschaftlern und Repräsentanten von Nichtregierungsorganisationen zu einer weltweiten Koalition für Leben und Frieden

04.12.2001 

Über 40 Persönlichkeiten aus der Wissenschaft, aus Menschenrechts- und Nichtregierungsorganisationen haben in einem eindringlichen Appell die zivil-gesellschaftlichen Kräfte dazu aufgerufen, als Gegengewicht zu einer sich immer mehr selbst blockierenden Parteiendemokratie eine "weltweite Koalition für Leben und Frieden" zu schließen.

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Pressemitteilung vom 30.11.2001

Schleswig-holsteinische Reaktoraufsicht begutachtet sich selbst

Wissenschaftler fordern unabhängige Untersuchung

30.11.2001 

Laut schleswig-holsteinische Energiestaatssekretär Willi Voigt (Bündnis 90/Die Grünen) sollen die radioaktiven Spaltsstoffe in der Elbmarsch natürlichen Ursprungs sein. Voigt bezieht sich auf den Abchlussbericht des Strahlenschutzbüros SAST in York zu den Fun-den von Kernbrennstoff-Partikeln, den er am 28.11. im Landtag vorstellte.

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Pressemitteilung vom 06.11.2001

Der Kampf gegen den Terrorismus braucht eine wirklich solidarische Politik

IPPNW lehnt Entsendung deutscher Soldaten ab

06.11.2001 

Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) lehnen die Bereitstellung deutscher Soldaten zur Unterstützung des Krieges gegen Afghanistan entschieden ab. Die Rechtfertigung dieser Absicht mit einer "bedingungslosen Solidarität" gegenüber den USA entwertet den Begriff der Solidarität als Beistand für Schwächere und Benachteiligte.

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Pressemitteilung vom 09.10.2001

Schreiben der atomkritischen Verbände an die führenden Repräsentanten

Stillegung der Atomkraftwerke ist atom- und verfassungsrechtlich zwingend

09.10.2001 

Erstmals fordern die atomkritischen Verbände Deutschlands (darunter IPPNW, Greenpeace, BUND, GRÜNE LIGA, ROBIN WOOD) in einem gemeinsamen Schreiben die fünf führenden Repräsentanten der Bundesrepublik Deutschland auf, die Betriebsgenehmigungen der deutschen Atomkraftwerke aus atom- und verfassungsrechtlichen Gründen zu widerrufen.

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Pressemitteilung vom 08.10.2001

Den Hass überwinden

Strafverfolgung der Schuldigen - ja. Krieg - nein.

08.10.2001 

Der Vorstand der Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) verurteilt die Militärangriffe auf Afghanistan und warnt davor, den Hass weiter zu schüren. In einem Aufruf des Vorstandes schreibt Professor Horst-Eberhard Richter, Psychoanalytiker und Direktor des Sigmund-Freud Institutes:

"Richtig ist, dass die Anschläge vom 11.9. nicht nur die USA, sondern den Westen insgesamt getroffen haben. Gemeinsam mit zahlreichen internationalen, insbesondere amerikanischen Gruppen warnen wir Ärztinnen und Ärzte der IPPNW davor, den wahren für den Terrorismus verantwortlichen Gegner mit untauglichen Mitteln zu bekämpfen und dadurch unabsichtlich zu stärken.

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Pressemitteilung vom 27.09.2001

IPPNW fordert: OSZE durch UN-Blauhelme sichern!

Ärzte-Organisation lehnt erneutes Mandat für Bundeswehr in Mazedonien ab

27.09.2001 

Die Internationalen Ärzte für Frieden und soziale Verantwortung fordern die Mitglieder des Deutschen Bundestages auf, dem "substantiellen Engagement" der Bundeswehr in Mazedonien nicht zuzustimmen. Die IPPNW beharrt darauf, dass die NATO nicht als Friedensstifter wirken könne. Sie ist im vergangenen Monat in den Augen der Bevölkerung nur noch mehr zur Bundesgenossin der Albaner geworden. Ihre weitere Anwesenheit stärkt ein faktisches NATO-Protektorat, von dem die Albaner profitieren.

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Pressemitteilung vom 19.09.2001

Solidarität ja - Krieg nein

Friedensärzte appellieren an Abgeordnete, Militäreinsatz abzulehnen

19.09.2001 

Die Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) appellieren an die Abgeordneten des deutschen Bundestages, einen militärischen Einsatz der Bundeswehr bei einer künftigen Abstimmung im Bundestag abzulehnen. Bundesregierung und Bundestag werden aufgefordert, einen etwaigen Feldzug der USA nicht durch Logistik oder Finanzmittel zu unterstützen. "Beharren Sie auf friedlichen Konfliktlösungsstrategien und verhindern Sie eine neue Spaltung der Welt.", sagt Dr. med. Ute Watermann, Sprecherin der IPPNW.

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Pressemitteilung vom 11.09.2001

Ärzte warnen vor Spirale der Gewalt

Friedensärzte sprechen der amerikanischen Bevölkerung ihr tiefes Beileid aus

11.09.2001 

Heute haben furchtbare Terroranschlägen das amerikanische Volk getroffen. Unser tiefes Mitgefühl gilt der leidenden nordamerikanischen Bevölkerung. Wir, die Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges, sprechen den Angehörigen der vielen unschuldigen Toten unser Beileid aus. "Wir verurteilen die verabscheuungswürdigen und feigen Anschläge zutiefst. Gewalt kann nie eine Lösung für Konflikte sein.", sagt Dr. med. Ute Watermann, Sprecherin der IPPNW .

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Pressemitteilung vom 15.08.2001

www.ippnw.de

Überarbeitete IPPNW-Homepage

15.08.2001 

Die deutsche Sektion der "Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung e.V." ist heute mit einer neu gestalteten und erweiterten Homepage online gegangen. Unter www.ippnw.de finden Sie Pressemitteilungen, Hintergrundpapiere und Informationen zu Projekten und Kampagnen der IPPNW. Neu dazugekommen ist ein Newsletter zum Abrufen mit aktuellen Informationen zu Aktivitäten der IPPNW. Er wird etwa monatlich erscheinen.

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Pressemitteilung vom 07.07.2001

Informationen über Unfälle mit Atomwaffen müssen offen gelegt werden

Deutsche Soldaten durch US-Atomwaffen verstrahlt?

07.07.2001 

Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Friedensnobelpreisträger 1985 für ihre blockübergreifende Aufklärungsarbeit gegen die Gefahren der Atombewaffnung, fordern vom Verteidigungsminister Scharping vollständige Aufklärung darüber, ob deutsche Soldaten bei der Wartung von US-Atomraketen hohen Dosen radioaktiver Strahlung ausgesetzt gewesen sind. "Der abwiegelnde Kommentar des Ministeriums ist nicht befriedigend. Er erinnert mit der Verschiebung von Verantwortung auf die Amerikaner an die ersten Reaktionen des Hauses Scharping zur Verwendung von Uranmunition in Deutschland. Auch da mussten erste Aussagen später erheblich korrigiert werden", erklärte Dr. Jens-Peter Steffen, Pressesprecher der IPPNW.

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Pressemitteilung vom 06.08.2001

IPPNW lehnt geplante Atomgesetz-Novelle ab

Verbändeanhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung

06.08.2001 

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW sieht in dem von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf zur Novellierung des Atomgesetzes einen Versuch, einen langfristigen Weiterbetrieb der deutschen Atomkraftwerke zu ermöglichen und die "eigentlich sehr schlechte Rechtsposition der Atomkraftwerksbetreiber" zu verbessern. Auf der heute in Bonn stattfindenden Verbändeanhörung der Bundesregierung erläutert IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz, dass die Regierung die Betriebsgenehmigungen der deutschen Atomkraftwerke bei einem ordnungsgemäßen Vollzug des derzeitigen Atomgesetzes widerrufen müßte, nicht zuletzt unter Beachtung der Rechtssprechung des Verfassungsgerichts.

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Pressemitteilung vom 01.08.2001

Abrüstung der Atomwaffen bleibt zentraler Baustein globaler Sicherheit

Ärzte fordern Sicherheit durch nachhaltige Friedenspolitik

01.08.2001 

Die US-amerikanischen Atombomben "Little Boy" und "Fat Man" töteten am 6. und 9. August 1945 in Hiroshima und Nagasaki knapp 200.000 Menschen. Diesen Opfern gilt das Andenken. Ebenso denjenigen, die als Überlebende von den vielfältigsten gesundheitlichen Schädigungen gezeichnet sind.

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Pressemitteilung vom 25.07.2001

Afrikanische Flüchtlinge in Lebensgefahr

200 hungernde Afrikaner

25.07.2001 

200 afrikanische Flüchtlinge hungern im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Griechenland. Die Afrikaner sind tätlichen Übergriffen der türkischen Sicherheitsbehörden ausgesetzt. Es soll bereits drei Tote gegeben haben. Das berichtet heute der türkische Menschenrechtsverein (IHD).

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Pressemitteilung vom 20.07.2001

IPPNW-Brief an MdB: keine Bundeswehr nach Mazedonien

IPPNW fordert von VN und OSZE Übernahme der Verhandlungen in Mazedonien

20.07.2001 

Angesichts der akuten Kriegsgefahr in Mazedonien appelliert die friedenspolitische Ärztevereinigung IPPNW an die G-8 Staaten in Genua, sich dafür einzusetzen, Verhandlungen an die VN und die OSZE abzugeben. "Die Verhandlungen der Europäer und der NATO befinden sich in einer Sackgasse," urteilt die Sprecherin der IPPNW, Dr. Ute Watermann. "Die jetzigen Verhandlungspartner sind die falschen und können eine friedliche Lösung nicht garantieren."

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Pressemitteilung vom 18.07.2001

Staatsanwaltschaft beschlagnahmt Gutachter-Proben

Staatsanwaltschaft beschlagnahmt Gutachter-Proben

18.07.2001 

Am gestrigen Dienstag morgen beschlagnahmten Beamte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Lübeck sämtliche Proben der unabhängigen Gutachter der Arbeitsgemeinschaft für physikalische Messtechnik und Analytik (ARGE PhAM).Jeweils sechs Beamte vom Landeskriminalamt in Kiel, der örtlichen Polizei und den zuständigen Aufsichtsbehörden beschlagnahmten bei Diplom-Ingenieur Heinz Werner Gabriel in Weinheim (ARGE PhAM) und bei Dirk Schalch, Physiker und Leiter der Abteilung Strahlenschutz an der Justus-Liebig-Universität in Giessen, Proben aus Elbgeest und -marsch, in denen radioaktive Teilchen nachgewiesen wurden.

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Pressemitteilung vom 11.07.2001

Neue Studien über Krebserkrankungen um Atomkraftwerke vereinbart

20 Prozent mehr Kinderkrebsfälle um Atomkraftwerke

11.07.2001 

Bei einem gemeinsamen Arbeitstreffen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) mit der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW, dem Umweltinstitut München und der Gesellschaft für Strahlenschutz in Kassel wurde erstmals vom BfS bestätigt, dass in der Nähe von bayrischen Atomkraftwerken, die Krebshäfigkeit bei Kindern um mehr als 20 Prozent erhöht ist. Diese Zahl ist das Ergebnis der neuesten Studie des Umweltinstitutes in München.

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Pressemitteilung vom 05.07.2001

Vertuschter Atomunfall in der Geest?

Wissenschaftler weisen PAC-Brennstoffkügelchen und angereichertes Uran in der Elbmarsch und -geest nach

05.07.2001 

Wissenschaftler der Arbeitsgemeinschaft Physikalische Analytik und Messtechnik (ARGE PhAM) haben in einer heute veröffentlichten Studie das Vorkommen von sogenannten PAC-Kernbrennstoff- Kügelchen im Nahbereich der Geesthachter Atomanlagen (Elbmarsch- und Elbgeest) erneut bestätigt:

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Pressemitteilung vom 04.07.2001

Ärzteorganisation warnt: USA stellen mit ihrem unilateralen Verhalten das gesamte Gefüge der Rüstungskontrolle in Frage

Wollen USA Atomwaffentest-Moratorium beenden?

04.07.2001 

Der Staatsekretär im US-amerikanischen Verteidigungsministeriums, Paul Wolfowitz, hat verkündet, dass demnächst Atomtestexplosionen (mit nuklearer Kettenreaktion) notwendig sein könnten, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit des amerikanischen Atomwaffenarsenals zu überprüfen. Diese und weitere Äußerungen hoher US-Regierungsvertreter stellen das 1992 erklärte Moratorium für einen Stopp von Atomtests in Frage. Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) vermuten, dass weniger die Überprüfung bestehender Arsenale das Ziel ist, sondern dass der Weg frei gemacht werden soll für die Entwicklung neuer Atomwaffen.

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Pressemitteilung vom 21.06.2001

Wissenschaftlicher Diskurs unter Ausschluss der Kritiker? Toxische und radiologische Charakteristika der Uranmunition bedingen Gefährdung von Mensch und Umwelt

GSF-Experten-Treffen zu Abgereichertem Uran im Kosovo

21.06.2001 

Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) hinterfragen den Wert einer Veranstaltung, die offensichtlich unter Ausschluss kritischer Wissenschaftler durchgeführt wurde. Anmeldungen von IPPNW-Teilnehmern oder anderer als Kritiker bekannter Wissenschaftler wurden vor dem in den Ausschreibungen genannten Endtermin eingereicht. Doch Professor Herwig Paretzke vom Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit lehnte diese mit der Begründung ab, dass das einen optimalen wissenschaftlichen Austausch erlaubende Maximum an Teilnehmern bereits vor Antragsstellung erreicht worden sei.

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Pressemitteilung vom 12.06.2001

Protest gegen US-Raketenabwehr

Internationaler Aufruf gegen Krieg der Sterne

12.06.2001 

Vor den sicherheitspolitischen Folgen der Raketenabwehrpläne der USA warnen Mitglieder des Europaparlaments, nationaler Parlamente und Repräsentanten internationaler Friedensorganisationen. Ein heute zeitgleich in Sydney, Washington und London vorgestelltes Schreiben an zahlreiche Präsidenten und Minister fordert, die globale Sicherheit und Stabilität nicht durch ein fragwürdiges Abwehrsystem zu gefährden sondern alle noch im Alarmzustand gehaltenen Atomwaffen zu deaktivieren. Zugleich müssten der START-Prozess vorangetrieben und entschiedenere Maßnahmen gegen die Proliferation ballistischer Raketen eingeleitet werden.

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Pressemitteilung vom 11.06.2001

Garantievertrag für Atomkraftwerke

IPPNW, BUND und Robin Wood gegen Unterzeichnung

11.06.2001 

Gemeinsam demonstrieren der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) und ROBIN WOOD heute am Bundeskanzleramt gegen den zur Unterzeichnung anstehenden "Konsensvertrag" zwischen Atomindustrie und Bundesregierung. Auch wenn die Konsensvereinbarung unter der Überschrift "Atomausstieg" verkauft wird, ist sie aus Sicht der Umweltverbände lediglich ein Garantievertrag für die weitere Nutzung der risikoreichen Atomenergie.

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Pressemitteilung vom 07.06.2001

IPPNW erwägt Verfassungsklage gegen Weiterbetrieb der Atomkraftwerke

Atomkonsens ist Irreführung der Öffentlichkeit

07.06.2001 

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW lehnt die Atomkonsensvereinbarung zwischen der Bundesregierung und der Atomwirtschaft ab, die am kommenden Montag in Berlin unterzeichnet wird, und erwägt Verfassungsklage gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke. "Der Atomkonsens widerspricht dem geltenden Atomgesetz und der Verfassung", sagt Ute Watermann, Sprecherin der IPPNW.

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Pressemitteilung vom 07.06.2001

IPPNW-Experte: Atomindustrie in beklagenswertem Zustand

Russland bietet sich als Atommüllager an

07.06.2001 

Als schweren Fehler bezeichnet die Deutsche Sektion der IPPNW die Entscheidung der russischen DUMA, zukünftig abgebrannte Brennelemente zu importieren. Von der Bundesregierung fordert die IPPNW, klar zu erklären, dass deutscher Atommüll in keinem Fall nach Russland exportiert wird und russische Atomprogramme weder direkt aus Deutschland, noch über Umwege innerhalb der EU oder der G7 finanziert werden, insofern sie den Ausbau der Atomenergienutzung zum Ziel haben. Ausgenommen bleiben Abrüstungsprogramme der Atomwaffen. Die Entscheidung der DUMA könnte zu einem Dammbruch im Umgang mit Atommüll führen.

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Pressemitteilung vom 05.06.2001

Regierung verzichtet auf Erhöhung der Haftpflichtversicherung IPPNW fordert eine volle Haftpflichtversicherung für Atomkraftwerke

Mogelpackung Atomrechtsnovelle: Kein Versicherungsschutz beim Super-Gau

05.06.2001 

Auf Druck der Atomkraftwerksbetreiber RWE, E.ON, EnBW und HEW verzichtet die Bundesregierung auf eine Erhöhung der Haftpflichtversicherung für Atomkraftwerke und somit auf die von den Grünen versprochene Verteuerung des Atomstroms. Nach einem geheimen Papier aus dem Bundesumweltministerium, das der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW vorliegt, "basiert die jetzt geplante Erhöhung der Deckungssumme auf 5 Milliarden DM allein auf der Zusage der Atomkraftwerksbetreiber, mit ihrem eigenen, nach einem Super-GAU möglicherweise drastisch entwerteten Vermögen zu haften", sagt Ute Watermann, Sprecherin der IPPNW.

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Pressemitteilung vom 27.05.2001

IPPNW-Medienpreis für kritischen Medizinjournalismus erstmals vergeben

Preisverleihung auf dem Erlanger Kongress "Medizin und Gewissen"

27.05.2001 

Mit dem IPPNW-Medienpreis "Medizin und Gewissen" würdigen die Ärzte für Frieden und soziale Verantwortung erstmals eine kritische, journalistische Bestandsaufnahme von Medizin und Forschung unter dem Aspekt der Humanität. Die IPPNW zeichnet drei JournalistInnen aus, die der Ideologie des Machbaren einen humanen Gegenentwurf im Sinne der drei Begriffe Medizin, Würde und Gewissen entgegenstellen.

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Pressemitteilung vom 17.05.2001

Bundesländer wollen schlechte Strahlenschutz-Novelle weiter verwässern

Umweltschützer und Strahlenschutzfachleute

17.05.2001 

Gemeinsam wenden sich die Gesellschaft für Strahlenschutz, der IPPNW, das Otto-Hug-Strahleninstitut und die Umweltschutzverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Robin Wood gegen eine weitere Verwässerung des ohnehin schon ungenügenden Entwurfs zur Novelle der Strahlenschutzverordnung. Die Verbände und Institute appellieren stattdessen an den Bundesrat und die Wirtschafts- und Umweltminister der Länder, die jetzige Novelle zu Gunsten schärferer Regelungen und eines wirksamen Strahlenschutzes zurückzuziehen.

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Pressemitteilung vom 14.05.2001

Nationale Raketenabwehr und Weltraumrüstung garantieren keine Sicherheit - sie sind eine Gefahr

Friedensorganisationen fordern Ablehnung US-amerikanischer Rüstungspläne

14.05.2001 

Vertreter von Friedens- und Abrüstungsorganisationen haben in Berlin vor den Folgen der Raketen- und Weltraumrüstungsinitiative der USA gewarnt. Sie fordern von der Bundesregierung eine klare Haltung gegenüber den Plänen der USA. Der US-Amerikaner Bruce Gagnon vom Weltweiten Netzwerk gegen Waffen und Atomenergie im Weltraum warnte, "dass hinter der Ankündigung des us-amerikanischen Raketenabwehrschirms die Absicht steht, den Weltraum zu militarisieren, um in zukünftigen Kriegen auf der Erde und zur See in voller Kontrolle zu sein."

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Pressemitteilung vom 11.05.2001

Nach Kyoto und ABM steht ein weiteres Abkommen vor dem Scheitern

Beredtes Schweigen in Genf: USA blockieren Biowaffen-Protokoll

11.05.2001 

Heute endet in Genf die vorerst letzte Verhandlungsrunde für ein Protokoll zur Verifikation der Biowaffen-Konvention. Nach sechs Jahren zäher Debatte stehen die Verhandlungen vor dem endgültigen Aus, da die neue US-Regierung sich offensichtlich gegen das Protokoll entschieden hat. Eine interne Überprüfung durch die Bush-Administration ist nach inoffiziellen Angaben zu dem Ergebnis gekommen, das geplante Protokoll nicht zu unterstützen.

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Pressemitteilung vom 08.05.2001

Medizin und Gewissen zwischen Ärztetag und Bundestagsdebatte

Ethik-Kongress startet am 24. Mai 2001

08.05.2001 

Der Zeitpunkt passt. Am Ende der Woche des deutschen Ärztetages und im Vorfeld der Debatte zur Biomedizin im Deutschen Bundestag in der Woche startet der IPPNW-Kongress "Medizin und Gewissen - wenn Würde ein Wert würde". Wenn wichtige gesellschafts-politische Fragen zur Biotechnologie und Gesundheitspolitik im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, versammeln sich in Erlangen drei Tage lang die wichtigsten Experten zum bundesweit größten Medizinethik-Kongress. Präimplantationsdiagnostik, Stammzellforschung, Sterbehilfe und neue Vergütungssysteme in Praxis und Krankenhaus - das sind nur einige der Themen, die die Profis im Gesundheitswesen täglich beschäftigen.

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Pressemitteilung vom 02.05.2001

Ärzteorganisation warnt vor Folgen für Weltfrieden Informationsreise mit dem Amerikaner Bruce Gagnon

US-Präsident Bush skizziert neue USA-Sicherheitsstrategie

02.05.2001 

Die IPPNW kritisiert entschieden den Plan des US-Präsidenten George W. Bush, eine nationale Raketenabwehr (NMD) zu entwickeln. Dies sei eine gravierende Fehlentscheidung, die einen neuen langfristigen Rüstungswettlauf auslöse, anstatt der Welt Sicherheit vor Massenvernichtungswaffen zu garantieren. Bushs gleichzeitige Ankündigung, den ABM-Vertrag als überholt abzuschaffen, drohe zudem zu einem "Dammbruch in der Einhaltung der Rüstungsskontroll-Verträge zu werden", erklärte Dr. Ute Watermann, Sprecherin der IPPNW, in Berlin.

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Pressemitteilung vom 25.04.2001

Bereits 75.000 Bürger, 300 Professoren, vier ehemalige Bundesminister, zahlreiche Prominente und Unternehmen fordern volle Haftpflichtversicherung für Atomkraftwerke

Studie: Über 300 Neugeborene in Deutschland in Folge von Tschernobyl gestorben

25.04.2001 

Anläßlich des 15. Jahrestages von Tschernobyl können die Ärzteorganisation IPPNW und der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) eine breite gesellschaftliche Unterstützung ihrer seit einem Jahr laufenden Unterschriftenaktion mit der Forderung nach einer "sofortigen vollen Haftpflichtversicherung für die deutschen Atomkraftwerke" präsentieren. Gleichzeitig stellt Dr. Alfred Körblein vom Umweltinstitut München in Berlin eine Studie über die Auswirkungen von Tschernobyl auf die Säuglingssterblichkeit in Deutschland vor.

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Pressemitteilung vom 30.03.2001

Ärzteorganisation fordert weitere Untersuchungen

Deutliche Erhöhung kindlicher Krebsraten im Umkreis bayrischer Atomkraftstandorte

30.03.2001 

In einem offenen Brief an das Bundesamt für Strahlenschutz fordert Dr. Angelika Claußen, Vorsitzende der IPPNW, der durch eine Studie belegten auffälligen Erhöhung der Krebsrate bei Kindern um bayrische Atomkraftwerke nachzugehen. Das Bundesamt, über diese Daten informiert, sieht bislang keine Notwendigkeit weitere Untersuchungen zur Klärung der Ursachen der erhöhten Kinderkrebsrate durchzuführen.

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Pressemitteilung vom 28.03.2001

Gegen Atomtransporte kann niemand klagen!

Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht entschied

28.03.2001 

In dem von den Ärzten für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) vor Durchführung des Castortransportes nach Gorleben eingeleiteten gerichtlichen Präzedenzverfahrens (gerichtliches Eilverfahren), hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht gestern entschieden: In Verfahren gegen Beförderungsgenehmigungen für Atomtransporte sei jeglicher Rechtsschutz für Drittbetroffene ausgeschlossen (Az: 7 MA 1163/01). Konsequenz dieser Entscheidung ist, dass in ganz Deutschland kein einziger Bürger gegen Atomtransporte klagebefugt ist.

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Pressemitteilung vom 26.03.2001

IPPNW warnt vor radioaktivem Zerfall der Grundrechte

Ärzteorganisation leitet gerichtliches Eilverfahren gegen die Castor-Transporte ein

26.03.2001 

Der gegenwärtige Castor-Transport wird nicht nur mit einer stattlichen Zahl an Polizisten gegen Proteste der Bürgerinnen und Bürger gesichert.

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Pressemitteilung vom 13.03.2001

Schröder soll sich bei USA-Besuch für Abrüstung einsetzen

Verhandlungen mit Nordkorea fortsetzen

13.03.2001 

Die deutsche Sektion der internationalen Ärzteorganisation IPPNW forderte Gerhard Schröder heute auf, sich bei seinem Besuch in den USA für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über Nordkoreas Raketenprogramm einzusetzen, die Präsident Bush auf Eis gelegt hat. Das ist weitaus sinnvoller und preiswerter als Unterstützung für ein bisher nicht funktionierendes Raketenabwehr (NMD) zu signalisieren und für deutsche Kooperation zu werben – ganz zu schweigen von dem Vorteil für die Weltsicherheit", erklärt Xanthe Hall, Abrüstungsexpertin der IPPNW.

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Pressemitteilung vom 04.03.2001

Erhöhte Krebsraten im Umkreis von Atomkraftwerken nachgewiesen

Neuer Vorstand der IPPNW gewählt

04.03.2001 

Kleinkinder, die im 5-Kilometer-Umkreis von Atomkraftanlagen wohnen, haben ein um 54% erhöhtes Risiko an Krebs zu erkranken. Bei Blutkrebs (Leukämie) ist das Risiko sogar um 76% erhöht. Das sind die Ergebnisse einer Studie, die der Leiter des Umweltinstituts München, Dr. Alfred Körblein, auf der IPPNW Mitgliederversammlung vom in 2.-4. März 2001 Altenberg präsentiert hat.

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Pressemitteilung vom 01.03.2001

Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) erweitern Strafanzeige auch gegen Atomaufsichtsbehörden

Atomskandal weitet sich aus: Nuklearer Unfall verschwiegen! Radioaktive Partikel aus Kernbrennstoffen sogar bei Lüneburg nachgewiesen!

01.03.2001 

In einer nuklearen Forschungseinrichtung in Geesthacht muss in der Vergangenheit ein nuklearer Unfall eingetreten sein, der sowohl von Seiten der verantwortlichen Betreiber als auch von den zuständigen Atomaufsichtsbehörden gegenüber der Bevölkerung verschwiegen wurde. So wurden in der Umgebung der Nuklearanlagen radioaktive Partikel aus PAC-Kernbrennstoffen nachgewiesen. Die gleichen radioaktiven Partikel, die in der Natur nicht vorkommen, wurden jetzt auch in einer Bodenprobe nachgewiesen, welche bei Lüneburg (Adendorf) gezogen wurde.

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Pressemitteilung vom 26.02.2001

Protestnote an die Botschafter der USA und Großbritanniens

IPPNW verurteilt Bombadierung des Irak

26.02.2001 

Die IPPNW protestiert gegen die erneuten und seit Dezember 1998 andauernden Bombardierungen von Zielen im Irak, die sogar außerhalb der sogenannten Flugverbotszonen liegen. Ehrenvorstandsmitglied Prof. Dr. Ulrich Gottstein hat diesen Protest in einem Brief der Ärzteorganisation an die Botschafter der USA und Großbritanniens deutlich gemacht und die Regierungen der USA und Großbritanniens aufgefordert, keine Bombardierungen mehr durchzuführen, in Verhandlungen mit der irakischen Regierung einzutreten und die nicht-militärischen Sanktionen aufzuheben.

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Pressemitteilung vom 15.01.2001

Elb-Marsch und Geest sind stark mit Radioaktivität kontaminiert Zu: Strafanzeige der IPPNW gegen Atomanlagen-Betreiber

Die Bevölkerung ist dringend zu warnen

15.01.2001 

Fünf namenhafte Sachverständige, die jahrzehntelang für die Atomindustrie gearbeitet haben, haben jetzt die Endfassung ihres Gutachtens zur radioaktiven Belastung der Umgebung der beiden Nuklearanlagen Geesthacht (GKSS) und Krümmel (KKK) vorgelegt. Sie warnen eindringlich trotz des massiven Drucks, der auf sie ausgeübt wurde: "Elb-Marsch und Geest sind stark mit Radioaktivität kontaminiert!" Sie empfehlen u.a. umgehende und dringende Handlungsmaßnahmen von Seiten der zuständigen Behörden, um weitere Schädigungen zu vermeiden und das Ausmaß der Kontaminationen genauer zu erfassen.

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Pressemitteilung vom 31.01.2001

Atomtransporte fördern ungestörten Betrieb der AKWs und zementieren Endlagerstandort Gorleben

Zum grünen Spitzentreffen wegen Castor-Transporten

31.01.2001 

Während sich bündnisgrüne Spitzenpolitiker wegen der bevorstehenden Wahlen auf ihrem heutigen Treffen in Berlin über den Umgang mit Protesten gegen den geplanten Atomtransport von der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben streiten, weisen Organisationen und Kampagnen der Anti-Atom-Bewegung darauf hin, dass dieser Transport allein dem jahrzehntelangen Weiterbetrieb der deutschen Atomkraftwerke dient und den Endlagerstandort Gorleben zementiert.

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Pressemitteilung vom 30.01.2001

Ärzte gegen den Atomkrieg stellen Strafanzeige

Strafanzeige gegen Atomanlagen-Betreiber in Krümmel/Geesthacht

30.01.2001 

Im wohl größten Atomskandal Deutschlands, der sich jetzt anbahnt, haben die Internationalen Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW) am gestrigen Tag Strafanzeige gegen Verantwortliche der Nuklearfirmen in Krümmel/Geesthacht gestellt. Anlass dafür ist der jetzt erbrachte Nachweis von sogenannten heißen Teilchen in der frei zugänglichen Umgebung von Nuklearfirmen in Krümmel-Geesthacht. Diese heißen Teilchen waren zuvor in Bodenproben nachgewiesen worden, welche an der Deichkrone und auf dem Elbwanderweg genommen worden waren.

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Pressemitteilung vom 29.01.2001

1.000 Ärztinnen und Ärzte appellieren an Kofi Annan: Weltweites Verbot der Uranmunition!

Uranmunition: Moratorium reicht nicht!

29.01.2001 

Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) wenden sich für ein weltweites Verbot uranhaltiger Munition direkt an den Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan. Das Verbot sei ein Anliegen der UN, denn 17 Länder besitzen bereits solche Munition, weitere können sie erwerben. Die Ärzteorganisation befürchtet, dass das in der Debatte gehaltene Moratorium damit spiele, dass die Öffentlichkeit die Gefahren der Uranmunition alsbald vergesse.

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Pressemitteilung vom 26.01.2001

Verbot der Uranmunition ist Gesundheitsprävention!

Forschung belegt: Bereits ein Alpha-Teilchen des Uran kann menschliche Zellinformationen zerstören!

26.01.2001 

Die Debatte um den Einsatz von Uranmunition konzentriert sich auf die mögliche Gefährdung deutscher Soldaten im KFOR-Einsatz. So kann NATO-Generalsekretär Lord George Robertson im Einklang mit Verteidigungsminister Rudolf Scharping immer wieder den Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Uranmunition im Kosovo und Erkrankungen von Soldaten bestreiten. Solche Äußerungen lassen die aktuellen und langfristigen Gefahren für die Zivilbevölkerung in den fraglichen Gebieten dabei völlig außer acht.

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Pressemitteilung vom 11.01.2001

Ärzte kritisieren Verharmlosung des Gesundheitsrisikos durch Uranmunition

Herr Scharping und das Badewasser aus Bad Gastein

11.01.2001 

Der Verteidigungsminister Rudolf Scharping ist von seinen geladenen Wissenschaftlern schlecht beraten worden. Gebrieft vom dem früher am Kernforschungszentrum Jülich tätigen Mediziner Ludwig Feinendegen sagte der Minister, dass ein Gramm abgereichertes Uran ebenso stark strahle, wie "zehn Liter Badewasser aus Bad Gastein". Dazu ist anzumerken: 1 Gramm abgereichertes Uran hat eine Strahlung von 17 kBq (Kilobequerel), was den ca. 10 Litern Badewasser in Bad Gastein entspricht, bei denen man ca. 2 kBq pro Liter annehmen kann. Ein durch die A10-Bomber abgeschossenes Urangeschoss enthält allerdings 275 Gramm Uran. Das ist eine Strahlung von insgesamt 4,675 MBq (Megabequerel), die nach der Verbrennung als Urandioxid in Partikelform in die Umwelt eingebracht werden.

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Pressemitteilung vom 04.01.2001

Ärzteorganisation bietet vom Balkan rückkehrenden deutschen Soldaten Unterstützung an

"Balkan Syndrom" und Uranmunition

04.01.2001 

Angesichts der sich mehrenden Nachrichten über ein ungewöhnlich gestiegenes Krebsaufkommen bei vom Einsatz auf dem Balkan zurückkehrenden Soldaten verschiedener europäischer Länder bietet sich die IPPNW als Anlaufstelle auch für beunruhigte deutsche Soldaten an.

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Pressemitteilung vom 03.01.2001

Ärzte fordern internationale Ächtung toxischer und radioaktiver Uranmunition

Gibt es nun ein "Balkan-Syndrom"?

03.01.2001 

Die Internationalen Ärzte für Frieden und soziale Verantwortung (IPPNW) erneuern ihre Forderung nach einem internationalen Verbot der Erforschung, Herstellung und Verwendung sogenannter Uranmunition.

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