Berlin- Die internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges verurteilen die militärischen Angriffe Israels auf Palästina ebenso wie die Selbstmordattentate von Palästinensern in Israel. "Unser tiefes Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen auf beiden Seiten", sagt Ute Watermann, Sprecherin der IPPNW. Wir vernehmen mit tiefer Sorge die Stimmen israelischer Politiker, die einen Krieg gegen Palästina befürworten und die palästinensische Autonomiebehörde zerstören wollen. "Krieg bringt uns dem Frieden im Nahen Osten nicht näher. Im Gegenteil. Er wird auf Jahrzehnte den Hass und den Terror in der Region zementieren".
Nun zeigt sich, welche verheerenden Folgen das amerikanische Vorgehen im Kampf gegen den Terror weltweit haben wird. Anstatt, wie von der Friedensbewegung angemahnt, die Ursachen des Terrors zu bekämpfen - und als eine Ursache den Israel-Palästina-Konflikt beizulegen - hat die USA auf die einfachste Lösung gesetzt: Die Bombardierung Afghanistans. Dieses Vorgehen findet nun Nachahmer. Israel besteht auf seinem angeblichen Recht auf Selbstverteidigung - mit Hilfe der gleichen Argumentation wie noch vor zwei Monaten die US-Regierung. Den westlichen Mächten sind die Hände gebunden. Wer wollte von den Israelis glaubwürdig eine friedliche Lösung einfordern?
"Israel wir auf Dauer nicht überleben können, wenn die Israelis nicht ihren Reichtum, ihr Land, ihr Wasser, ihre Prosperität mit den Palästinensern teilen werden.", sagt Ute Watermann. Das palästinensische Volk muss in Würde leben können, damit Israel vor weiteren Terroranschlägen geschützt ist. Die politischen Lösungen liegen auf dem Tisch - die IPPNW fordert die Bundesregierung, die europäischen Mächte und die USA auf, deren Durchsetzung zu einem Hauptanliegen ihrer Politik zu machen. "Mit einem Bruchteil des Geldes, das wir heute für den Krieg ausgeben, könnten wir das Wasserproblem im Nahen Osten lösen", sagt Ute Watermann.
Das jetzige US-amerikanische Vorgehen gegen den Terror ist jedenfalls ungeeignet, unsere Welt in einen wirklich friedlichen Ort zu verwandeln. Der Krieg gegen Afghanistan gibt jedem Land dieser Welt die Legitimation Krieg gegen ein anderes Land zu führen, in dem Terroristen vermutet werden. Ein Beendigung diese gesetzlosen Cowboy-Stils ist dringend erforderlich. Das Gewaltmonopol muss wieder auf die Vereinten Nationen übertragen werden und das internationale Recht gestärkt werden.
Rückfragen bei Dr. Ute Watermann, Sprecherin der IPPNW
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