Berlin- Die IPPNW protestiert gegen die erneuten und seit Dezember 1998 andauernden Bombardierungen von Zielen im Irak, die sogar außerhalb der sogenannten Flugverbotszonen liegen. Ehrenvorstandsmitglied Prof. Dr. Ulrich Gottstein hat diesen Protest in einem Brief der Ärzteorganisation an die Botschafter der USA und Großbritanniens deutlich gemacht und die Regierungen der USA und Großbritanniens aufgefordert, keine Bombardierungen mehr durchzuführen, in Verhandlungen mit der irakischen Regierung einzutreten und die nicht-militärischen Sanktionen aufzuheben.
Die Reaktionen in der arabischen Welt auf die Bombardierungen zeigten eindeutig, dass die Gewaltpolitik der USA und Großbritanniens nicht dem Frieden im Nahen Osten, sondern im Gegenteil der Verschärfung der Spannungen dienten. In dem Schreiben heißt es weiter: "Bei fast jedem Angriff kommen Zivilisten ums Leben. Wir tolerieren nicht General Colin Powells Aussage, dass die letzten Angriffe `vielleicht etwas zu stark gewesen wären, er sie aber nicht bedauere´. Also bedauert er auch nicht das Sterben und Leiden der betroffenen Zivilisten."
Die IPPNW kritisiert, dass die Bombardierungen Iraks gegen das Völkerrecht verstoßen und nicht durch UN-Resolutionen gedeckt sind, sondern einer Selbstmandatierung entsprechen. "Wie kann die sogenannte freie Welt von der irakischen Regierung verlangen, Menschen- und Völkerrecht einzuhalten, wenn die Regierungen der USA und Großbritanniens selber ständig gegen Menschen- und Völkerrecht im Irak verstoßen, durch die illegalen Bombardierungen mit Todesfolgen und die Aufrechterhaltung der Sanktionen, denen jeden Monat nach Erhebungen von UNESCO und WHO etwa 5.000 Kleinkinder zum Opfer fallen?", fragt die Ärzteorganisation abschließend.
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