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Pressemitteilung vom

Krieg ist kein Mittel der Politik

IPPNW zu Anti-Kriegstag und drohendem Irak-Krieg

Frankfurt & Berlin- "Wir lehnen den Krieg als Mittel der Politik ab", bekräftigt Professor Ulrich Gottstein, Ehrenmitglied des Vorstandes der IPPNW, als eine wichtige Stimme der deutschen Friedensbewegung. Einen Tag vor dem Anti-Kriegstag (1. September) riefen die Ärzteorganisation IPPNW gemeinsam mit den Globalisierungskritikern von ATTAC in Frankfurt dazu auf, "Keine Stimme für den Krieg" zu geben und sich "Für aktive Friedenspolitik und globale Gerechtigkeit" einzusetzen.

In der heißen Phase des Wahlkampfes gingen alle Redner auf die sich vom Krieg gegen den Irak distanzierenden jüngsten Äußerungen deutscher Politiker ein. Professor Gottstein rief dazu auf, das Votum von Schröder, Fischer, Westerwelle sowie der PDS gegen eine Kriegsbeteiligung im Irak massiv zu unter-stützen. Zwar sei die IPPNW eine parteipolitisch neutrale Organisation, aber die Erfahrungen der Kriegsfolgen in Hiroshima oder im früheren Jugoslawien, berechtigten zu einer klaren Intervention für den Frieden.

Professor Gottstein selbst kennt die Versorgungsnöte im Gesundheitswesen des Irak aufgrund der Folgen des Zweiten Golfkrieges und der anschließenden Sanktionen aus einer Vielzahl von Besuchen im Land. Darüber hinaus beun-ruhigt ihn besonders die Ankündigung der USA, den Einsatz von Atomwaffen gegen den Irak nicht mehr auszuschließen.
Grundsätzlich dürfe nicht vergessen werden, so auch Professor Martin Stöhr, emeritierter Professor für evangelische Theologie und Ethik in seinem Beitrag, - dass die generelle Ablehnung des Krieges in die Forderung münde, die deut-sche Beteiligung an dem Krieg gegen den Terrorismus zu beenden.

Deswegen erneuerten die weiteren Rednerinnen und Redner, wie Tobias ten Brink von ATTAC und Vera Hupe, Studierendenvertreterin der IPPNW, die Forderung, die nach dem 11. September 2001 erklärte "uneingeschränkte Solidarität" Deutschlands mit den USA durch eine wirkliche Friedenspolitik auf europäischer Ebene und in den Vereinten Nationen zu ersetzen. Das Handeln der Politik müsse an den Erfordernissen globaler Gerechtigkeit ausgerichtet werden. Zentral sei zudem die Forderung, sich für die Beendigung der Bünd-nisfall-Erklärung innerhalb der NATO einzusetzen.

Der erste Schritt einer glaubwürdigen Friedenpolitik sei der Rückruf der im Rahmen der Operation "Enduring Freedom" eingesetzten Spürpanzer und Schiffe, sowie aller Soldaten nach Deutschland.


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