A- | A | A+
RSS  Drucken   Senden
IPPNW

Sie sind hier: archiv.ippnw.de | Presse | Presse 2002

pressemitteilung vom 15.11.2002

IPPNW übergibt über 31.600 Unterschriften an Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer

Mit Fuchs und Flotte in den Krieg?

Berlin- Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) haben den Appell "Mit Fuchs und Flotte" mit mehr als 31.600 Unterschriften an die Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer übergeben. Der Appell richtet sich an die Bundestagsabgeordneten, die heute über die Verlängerung des Kriegsmandates "Enduring Freedom" abstimmen. Mit der Übergabe des Appells und einer zusätzlichen Information per Email werden die Abgeordneten aufgefordert, gegen eine Fortsetzung des Einsatzes zu stimmen.

Frank Uhe, Geschäftsführer der IPPNW-Deutschland erklärte bei der Übergabe:
"Als Ärztinnen und Ärzte sehen wir es als unsere Aufgabe an, in einer so elementaren Frage von Krieg und Frieden Partei für die vom Krieg betroffenen Menschen zu ergreifen. Das bringt uns oft in Widerspruch mit den Interessen der Gesellschaft, wie sie durch die Politik formuliert werden. Insbesondere die Politik der amerikanischen Regierung erfüllt uns mit großer Sorge. Ein wohl beabsichtigter 3. Golfkrieg würde verheerende Folgen für die Menschen der ganzen Region haben ...
Wir sehen in der morgen zur Abstimmung stehenden Regierungsvorlage zur Fortsetzung des Kriegseinsatzes im Rahmen von "Enduring Freedom" das falsche Zeichen und empfehlen den Abgeordneten, die Zustimmung zu verweigern. Die Terroranschläge vom 11.9. sind kein Freibrief für Krieg. Eine zivile Friedenspolitik ist möglich. Die UnterzeichnerInnen bekräftigen durch Ihre Unterschrift


Die Durchsetzung von Menschenrechten erfordern menschenrechtliche Mittel
Die Herstellung von Gerechtigkeit verlangt die Verwendung gerechter Mittel
Friedenspolitik bedarf der friedlichen, zivilen Mittel zu ihrer Verwirklichung.

Wir verstünden es als Zeichen einer glaubwürdigen Friedenspolitik, die deutschen Truppen- und Flottenverbände aus Kuweit und vom Horn von Afrika zurückzuholen und keine deutsche Infrastruktur für einen erneuten Krieg zur Verfügung zu stellen."


Rückfragen bitte an Dr. Jens-Peter Steffen kontakt@ippnw.de

... zurück

Sie sind im Archiv

Hier geht es zurück zum aktuellen Pressebereich auf www.ippnw.de.