A- | A | A+
RSS  Drucken   Senden
IPPNW

Sie sind hier: archiv.ippnw.de | Presse | Presse 2002

Pressemitteilung vom 09.02.2002

Mit Fuchs und Flotte in den Krieg?

Aufruf: Keine deutschen Soldaten auf arabische Schlachtfelder

Die Anzeichen verdichten sich. Der Krieg wird über Afghanistan hinaus ausgeweitet. Iran, Irak, Nordkorea, aber auch Somalia und Jemen sind im Visier der USA. Deutsche Soldaten sind in diese Kriegspolitik eingebunden.

Deutschen Soldaten dürfen nicht in den Krieg geschickt werden. Die Militäreinheiten müssen sofort zurück geholt werden. Das ist die zentrale Forderung eines Aufrufes namhafter Persönlichkeiten und verschiedener Friedens- und Menschenrechtsorganisationen in Deutschland., der heute in der Frankfurter Rundschau erscheint. Die Unterzeichner rufen die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ihren Widerstand gegen die eingeleitete Kriegspolitik in allen geeigneten gewaltfreien Formen zum Ausdruck zu bringen.

Unterschrieben wurde der Appell unter anderem von Professor Hans-Peter Dürr, Professor Gernot Böhme, Professor Andreas Buro, Professor Horst-Eberhard Richter, Professor Dorothee Sölle, Peter Rühmkorf, Professor Klaus Staeck, Oskar Lafontaine, Horst Schmitthenner und Franz Alt sowie zahlreichen NGO`s wie Pax Christi, Attac Deutschland, Bund für soziale Verteidigung, Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Komitee für Grundrechte und Demokratie, Naturwissenschaftler-Initiative etc.

In dem Aufruf heißt es unter anderem: "Die Last des Krieges tragen die Völker. Ein neuer Krieg gegen den Irak kann voraussichtlich zu einem dreifachen Massenmord führen: An der kurdischen Bevölkerung im Norden und den Schiiten im Süden, (...) und unter der irakischen Bevölkerung (...).

Der 11. September 2001 ist kein Freibrief für Krieg. (...) Kollateral-Tote sind wie die Opfer des 11.9. Menschen, denen das Menschenrecht auf "Leben, Freiheit und persönliche Sicherheit" (...) geraubt wurde. Wir sagen deshalb: Die Durchsetzung von Menschenrechten erfordert menschenrechtliche Mittel. Die Herstellung von Gerechtigkeit verlangt die Verwendung von gerechten Mitteln. Friedenspolitik bedarf der friedlichen, zivilen Mittel zu ihrer Verwirklichung.

Eine zivile Friedenspolitik ist möglich. Für den Irak ist der UNO ein Verhandlungsmandat zu erteilen mit dem Ziel, neutrale Waffeninspektoren zuzulassen und das Embargo, verantwortlich für Hunderttausende von Toten, aufzuheben. Im türkisch-kurdischen Konflikt kann vom Westen im Sinne präventiver Politik viel zu einer politischen Lösung in der Türkei beigetragen werden. Im israelisch-palästinensischen Konflikt gilt es, die Waffenhilfe zu stoppen, internationale Überwachung durch Dritte durchzusetzen und unmissverständlich für die Verwirklichung der UN-Beschlüsse einzutreten, die einen eigenständigen Staat der Palästinenser vorsehen."

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Ute Watermann, Tel 030 / 693 02 44 oder 0179-4511211

... zurück

Sie sind im Archiv

Hier geht es zurück zum aktuellen Pressebereich auf www.ippnw.de.