Berlin- Die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) verlangt im aktuellen Konflikt ein Ende israelischer Übergriffe gegen medizinisches Personal. Unter Berufung auf Kolleginnen und Kollegen wendet die IPPNW sich an den israelischen Verteidigungsminister Binyamin Ben-Eliezer und den israelischen Botschafter Shimon Stein in Deutschland.
IPPNW verlangt die volle Respektierung auch von Israel gezeichneter internationaler Abkommen. Dies sei für beide Konfliktseiten im Nahen Osten ein notwendiger Baustein auf dem Weg zum Frieden, den zu begehen die IPPNW beide auffordert.
In den letzten Tagen haben Angehörige der israelischen Armee in der Auseinandersetzung mit der palästinensischen Intifada durch die schwere Behinderung medizinischen Rettungspersonals erneut ihre Missachtung internationaler Menschenrechtsabkommen und der Kriegskonventionen gezeigt.
Die Vereinigung der palästinensischen medizinischen Hilfskomitees und die Israelischen Ärzte für Menschenrechte haben diese Vorfälle dokumentiert.
(Informationen von Dr. Mustafa Barghouthi, +972-50254-218
oder +972-2-583-3510/2-583-4021)
Die Übergriffe gegen medizinisches Personal verletzen in eklatanter Weise grundlegende Menschenrechte und verstoßen gegen Grundsätze internationalen Rechts, wie den Artikel 20 der vierten Genfer Konvention und den Artikel 43 der Haager Konvention. Verletzt werden auch Regeln für bewaffnete Konflikte der World Medical Association von 1956, 1957 und 1983, sofern es den Umgang mit Kranken und Verwundeten in Zeiten bewaffneter Konflikte betrifft.
Dr. Jens-Peter Steffen, kontakt@ippnw.de
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