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Pressemitteilung vom 10.04.2002

Dr. Hassan Barqawi in israelischer Verwahrung

IPPNW besorgt über die Gesundheit ihres palästinensischen Kollegen

Berlin- Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges fordern in einem Brief an den zuständigen Polizeipräsidenten von Jerusalem Aufklärung über den Verbleib von Dr. Hassan Barqawi, Direktor des Jericho Krankenhauses. Die IPPNW ist beunruhigt über die Nachrichten der Verhaftung ihres palästinensischen IPPNW-Kollegen, der bereits am 1. April aus einem Krankenwagen durch israelisches Militär verhaftet wurde.

Seitdem gibt es trotz vielfältiger Versuche durch die internationale IPPNW keine Erkenntnisse über seinen Verbleib oder seinen Gesundheitszustand. Nach einem Erlass des zuständigen Militärkommandeurs vom 5. April haben am oder nach dem 29. März Verhaftete für 18 Tage kein Besuchsrecht. Das gilt auch für möglichen Rechtsbeistand. Zudem gibt es von Entlassenen Vorwürfe der Folter.

Die IPPNW betont, dass die Freilassung und die Garantie der Sicherheit medizinischen Personals sowie die Respektierung internationaler Abkommen durch beide Kriegsparteien als eine wesentliche Vorraussetzung für die Rückkehr der Region zu einem notwendigen Friedensprozess gewährt sein muss.

Die IPPNW bekräftigt ihre Überzeugung, dass weder das militärische Vorgehen Israels auf der West Bank noch die Selbstmordattentate von Palästinensern in Israel den Konflikt lösen werden. Israels Vorgehen wird den Terror nicht verhindern sondern vielmehr neuen Hass und Terror hervorrufen.

Siehe www.btselem.org/English/Special/Ofer_detention_Camp.asp

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