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Pressemitteilung vom 30.08.2002

Umweltverbände erteilen Renaissance der Atomenergie strikte Absage

Breites Bündnis fordert Ausbau der regenerativen Energien

Berlin- In einem erstmals so breiten Bündnis haben heute die Umweltverbände BUND, DNR, Germanwatch, Grüne Liga, IPPNW, NABU, Robin Wood, WWF und der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer gemeinsamen Erklärung die weitere Förderung und den schnelleren Ausbau der regenerativen Energien gefordert. Für die Verbände werden ausschließlich die erneuerbaren Energien dem Anspruch einer klimaschonenden und risikoarmen Energieversorgung gerecht. "Wind, Wasser, Sonnenenergie, Geothermie und Biomasse sind langfristig in der Lage, unseren gesamten Bedarf an Strom, Wärme und Kraftstoffen zu decken", heißt es in der Erklärung. Dies hätten auch Szenarien der Energie-Enquete-Kommission "Nachhaltige Energieversorgung" des Deutschen Bundestages bestätigt. Überlegungen, mit einer Renaissance der Atomenergie Klimaschutzziele zu erreichen, erteilen die Verbände eine strikte Absage.

Nach Auffassung der Verbände ist der Ausbau regenerativer Energien in Deutschland ein herausragender Erfolg auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) sei weltweites Vorbild. Die Verbände betonen, dass Nachhaltigkeitsziele nur durch Änderungen der bestehenden Strukturen bei der Energieversorgung zu erreichen seien. Es sei wirtschaftlicher Unsinn, in den kommenden 50 Jahren 50 bis 70 neue Atomkraftwerke in Deutschland bauen zu wollen. "Ein solches Szenario ist ein Schreckensbild und würde nicht nur enorme ökologische Schäden anrichten, sondern immense gesellschaftliche Verwerfungen mit sich bringen", so die Erklärung.

Nach Auffassung der Verbände gibt es zur Strategie der Energieeinsparung, der Energieeffizienzsteigerung und dem Ausbau erneuerbarer Energien keine Alternative. Sie fordern daher alle Parteien auf, die Förderung der erneuerbaren Energien fortzusetzen und am EEG festzuhalten. Eine Renaissance der Atomenergie müsse von allen Parteien aus ökonomischen und ökologischen Gründen auch zukünftig ausgeschlossen werden.



Für Rückfragen:
Regine Günther, WWF-Klimaexpertin, mobil 0160 - 90638248
Jürgen Sattari, ROBIN WOOD-Vorstandssprecher, mobil 0171 - 2859622
Dr. Frank Musiol, NABU-Energieexperte, Tel. 0228 – 4036-164
Katrin Kusche, GRÜNE LIGA-Bundesgeschäftsführerin, Tel. 030 - 2044745
Klaus Milke, GERMANWATCH-Vorstandsmitglied, Tel. 040 - 79143121
Prof. Dr. Klaus Traube, BUND-Energieexperte, Tel. 06171 - 25815
Johannes Lackmann, BEE-Präsident, Tel. 05252 - 939800
Dr. Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende, Tel. 0521 – 132877, mobil 0174 - 9159932

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