Gemeinsam mit Palästinensern und Israelis trafen sich vom 29. - 30. August über 250 Friedensaktivisten und NGO-MitarbeiterInnen in Bethlehem, Palästina, zur internationalen Konferenz "A Middle East without Wars and Oppression is possible". Zwei Tage lang diskutierten sie regionale und überregionale Dimensionen des Israel-Palästina-Konflikts und dessen Bedeutung für die internationale Anti-Globalisierungsbewegung.
"Allein die Tatsache, dass die Konferenz in dieser Situation mit einer solchen Resonanz stattgefunden hat, war ein großer Erfolg. Seit Jahren hat es ein solches Treffen nicht mehr gegeben. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Bildung einer internationalen palästinensisch-israelischen Bewegung, ein Schritt zur Einbettung in die weltweite Anti-Globalisierungsbewegung", sagte Stephan Kolb, Vorstandsvorsitzender der Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges und in sozialer Verantwortung (IPPNW), der gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Matthias Jochheim an der Konferenz teilnahm.
Praktisch bis zum Tag vor Beginn des Seminars mussten die Veranstalter angesichts der jüngsten Eskalation des israelisch-palästinensischen Konflikts befürchten, dass sie die Tagung würden absagen müssen. Dann konnten die OrganisatorInnen des israelisch-palästinensischen "Alternative Information Centre" am 29.8. aber doch über 240 TeilnehmerInnen begrüßen, die den Weg nach Bethlehem und damit in das von der israelischen Armee besetzte palästinensische Territorium gefunden hatten - für die ca. 50 israelischen TeilnehmerInnen schon ein Akt des zivilen Ungehorsams, denn mit Ausnahme der Siedler und der Militärs ist es ihnen verboten, sich in die besetzten Gebiete zu begeben, so wie umgekehrt PalästinenserInnen von dort nur mit Ausnahmegenehmigungen nach Jerusalem und in das israelische Staatsgebiet reisen dürfen.
Thema und Inhalt des Seminars war, den regionalen Konflikt inhaltlich zu verknüpfen mit den weltweiten Auseinandersetzungen, die Verbindung herzustellen oder vielmehr weiter zu verstärken, die zwischen den israelischen und palästinensischen zivilgesellschaftlichen Kräften gegen die Okkupation sowie den weltweiten Bewegungen gegen den globalen Krieg und gegen die neoliberale Globalisierung in hoffnungsweckender Weise bereits entstanden sind.
Pressekontakte:
Matthias Jochheim: Tel: 069 7500 8152, mobil 0179 4819454
Stephan Kolb: Tel: 0911 398 3750, mobil 0172 8428233
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