Der Vorstand der deutschen "Ärzte gegen den Atomkrieg" (IPPNW) warnt vor den unabsehbaren Folgen des von der israelischen Regierung angedrohten und bereits beschlossenen Gewaltakts gegen den demokratisch gewählten palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat. Nur als Zynismus kann es aufgefasst werden, dass damit angeblich ein Hindernis für Frieden und Versöhnung beseitigt werden solle.
In Wahrheit zielt das angekündigte Vorgehen, bis hin zur gezielten Ermordung, auf die möglichst restlose Unterwerfung der palästinensischen Bevölkerung unter die israelische Besatzung, indem die Symbolfigur ihres Widerstands zerstört werden soll. Als Folge rechnen israelische Friedensaktivisten wie Uri Avnery mit einer weiteren Steigerung des gegenseitigen Blutvergießens. "Sowenig terroristische Bombenanschläge gegen israelische Zivilisten ein Leben in Würde und Freiheit herbeiführen können, sowenig wird die gewaltsame Zerschlagung palästinensischer Eigenständigkeit den jüdischen Menschen in Israel Frieden und Sicherheit bringen", sagte Matthias Jochheim, Vorstandsmitglied der Deutschen IPPNW.
"Wer Arafat gewaltsam außer Landes bringt oder ihn gar töten lässt, gießt bewusst Öl ins offene Feuer", so Stephan Kolb, Vorsitzender der Deutschen IPPNW. "Während in Israel die kalkulierte und kaltblütige Hinrichtung Arafats diskutiert wird, schaut die internationale Diplomatie mit leisem Räuspern dem angekündigten Mord zu. Wir erwarten uns auch von einer deutschen Bundesregierung deutlichere Worte."
Pressekontakte:
Stephan Kolb, Vorsitzender der Deutschen IPPNW
Tel: 0172 8428233 s.kolb@klinikum-nuernberg.de
Matthias Jochheim, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands
Tel.: 069/75008152 Matthias.Jochheim@t-online.de
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