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Presseinformation vom 27.04.04

IPPNW: Bundesregierung muss das grundsätzliche Export-Nein erklären

China will Anlage nicht mehr! - Initiative sammelte eine Million

Berlin- Die Initiative "Hanau selber kaufen" der IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges) begrüßt, dass der chinesische Ministerpräsident erklärt hat, es gebe kein chinesisches Interesse mehr am Erwerb der Hanauer Atomanlage.
Laut dpa sagte ein Sprecher des Außenministeriums, weitere Gespräche seien nun die Angelegenheit der beteiligten Firmen.

"Die Aktion Hanau selber kaufen hat gewirkt. Jetzt muss auch die Bundesregierung Farbe bekennen", sagte Stephan Kolb, Vorsitzender der IPPNW. Erst ein grundsätzliches Nein der Bundesregierung kann alle Spekulationen über den zukünftigen Export beenden. Noch existiert der Verdacht, dass mit der chinesischen Erklärung nur der Staatsbesuch des chinesischen Ministerpräsident in der kommenden Woche in Deutschland von diesem Konflikt entlastet werden soll.

"Inzwischen haben über 8000 Menschen mehr als eine Million Euro gezeichnet. Diese aktive politische Willensbekundung muss von den Politikern ernst genommen werden", sagt Dr. Ute Watermann, Sprecherin der IPPNW.

Der Export der MOX-Anlage an China oder ein anderes Land versetzt die Besitzer in die Lage, große Mengen waffenfähiges Plutonium zu produzieren. "Wir Ärzte kennen die schrecklichen Folgen eines Atomkrieges für die Gesundheit der Bevölkerung. Deshalb setzen wir uns für die Abschaffung aller Atomwaffen weltweit ein. Auch die friedliche Nutzung der Atomenergie birgt große gesundheitliche Risiken", so Stephan Kolb.


Pressekontakt:
Dr. Jens-Peter Steffen, Tel 030 / 69 80 74 - 13

Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW),
Körtestr. 10, 10967 Berlin, Tel.: 030-698074-0, Fax: 030-6938166,
E-Mail: ippnw@ippnw.de; Internetseite: www.hanauselberkaufen.de

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