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Presseinfo vom 21.1.2005

Beteiligung an nuklearen Abrüstungsbemühungen

Bürgermeister Tadatoshi Akiba in Berlin

Berlin- Ob durch Terroristen, "Schurkenstaaten" schlichte Unfälle oder neu entwickelte Atomwaffen: Die Bedrohung durch nukleare Waffen ist selten so groß gewesen wie heute. Die einzige Möglichkeit, dieser Bedrohung zu entgehen, ist die weltweite restlose Abschaffung dieser Waffen. Für diese Abschaffung kämpft der Bürgermeister von Hiroshima, Tadatoshi Akiba. Aus diesem Grund ist er in Berlin.

Der Präsident der Organisation der Mayors for Peace sagte während einer Pressekonferenz am heutigen Freitag: "Wir Bürgermeister haben die besondere Verpflichtung, das Leben und das Eigentum unserer Bürger zu schützen. Gemeinsam vertreten wir den Willen der überwältigenden Mehrheit aller Menschen dieser Erde, der Bedrohung durch Atomwaffen ein Ende zu bereiten." Akiba wirbt für die Beteiligung der deutschen Bürgermeister für den Frieden an einer Delegation, die der internationalen Gemeinschaft während der Überprüfungskonferenz des nuklearen Nichtverbreitungsvertrages (NVV) im Mai in New York einen detaillierten Plan zur Abschaffung aller Atomwaffen vorlegen wird.

Bürgermeister Akiba wird sich in Berlin über den Hiroshima-Nagasaki Peace Studie Course an der Technischen Fachhochschule informieren und den Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses Walter Momper treffen, der seinerzeit als Regierender Bürgermeister Mitglied der Mayors for Peace wurde. Im Anschluss daran wird sich Akiba bei Außenamts-Staatsministerin Kerstin Müller für ein starkes friedenspolitisches Engagement Deutschlands bei den Verhandlungen um den NVV aussprechen.

Der Vizepräsident der Mayors for Peace, der Oberbürgermeister der Stadt Hannover Dr. Herbert Schmalstieg, wies auf den Erfolg der Dringlichkeitskampagne "2020 Vision" von Bürgermeister Akiba hin, die einen sprunghaften Anstieg der Mitgliedszahlen der Mayors for Peace vor allem in Deutschland zur Folge hatte: "Wir haben nun fast 200 Mitglieder in Deutschland und rund 700 weltweit. Je mehr Gemeinden es werden, desto mehr Nachdruck können wir unserer Forderung nach Abschaffung aller Atomwaffen verleihen."
Der Vorsitzende der IPPNW Stephan Kolb forderte: "Deutschland muss atomwaffenfrei und die nukleare Teilhabe beendet werden. Wir dürfen nicht auf einem Auge blind sein. Nur wer selbst auf Atomwaffen verzichtet, kann von Staaten wie dem Iran glaubwürdig einen Verzicht verlangen."

Der Trägerkreis "Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen" hat den Besuch Akibas in Berlin ermöglicht. Um 17:00 besteht in der Lobby des Hotel Albrechthof in der Albrechtstraße 8 in Berlin-Mitte Gelegenheit, mit Experten des Trägerkreises Hintergrundgespräche oder Interviews zu führen.

Pressekontakt:
Stephan Kolb, 0172 / 842 82 33
oder Xanthe Hall, 030 / 698 074-12 oder Mobil 0171 / 435 8404
oder Jörg Welke 030 / 698 074-14

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