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Presseinfo vom 11.2.2005

Nordkoreas Atomwaffen

IPPNW verurteilt Verlautbarung

Die nordkoreanische Führung hat verlautbaren lassen, Atomwaffen zu besitzen. Weltweit ist das Entsetzen groß. Die Einschätzungen reichen von "massiver Bedrohung" bis zum "Bluff", wie der australische Ministerpräsident John Howard sagt. Unbestritten ist allerdings: Die nukleare Bedrohung rückt näher.

Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) verurteilen in aller Schärfe die Verlautbarung Nordkoreas, Atomwaffen zu besitzen. Es besteht die Gefahr, dass diese Entwicklung - und sei sie auch nur, wie vom australischen Premier John Howard vermutet, ein "Bluff" - ein neues nukleares Wettrüsten in Gang setzt. Andere Staaten der Region könnten motiviert werden, ihrerseits Atomwaffen zum vermeintlichen Schutz und zur Abschreckung gegen die nordkoreanischen Arsenale zu entwickeln.

Um der Argumentation der nordkoreanischen Führung, die ihrerseits auf die Verletzung des Atomwaffen-sperrvertrages durch die USA hinweist, die Grundlage zu entziehen, ist es absolut notwendig, weltweit Signale zur nuklearen Abrüstung zu setzen.

Die IPPNW fordert daher alle Teilnehmer der siebten Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages in New York im Mai dieses Jahres auf, diesen Vertrag wieder zu beleben, um Schritte zur weltweiten Abrüstung einzuleiten. Sie unterstützt damit die Kampagne des Bürgermeisters von Hiroshima, Tadatoshi Akiba, "2020 Vision": Dabei legen die Mayors for Peace - ein weltweiter Zusammenschluss von über 700 Bürgermeistern - den Vereinten Nationen einen konkreten Plan zur Eliminierung aller Atomwaffenarsenale bis zum Jahr 2020 vor.

Nur durch die vollständige Beseitigung aller nuklearen Waffen kann diese Bedrohung abgewendet werden. Gegen einen Atomkrieg gibt es keinen anderen Schutz, als die vollständige Abrüstung.

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