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IPPNW fordert restlose Aufklärung

Einsatz von Phosphorbomben

Berlin- Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) fordern die israelische Regierung auf, den Einsatz von Phosphorbomben während des jüngsten Krieges gegen den Libanon restlos aufzuklären und die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen.

Erneut verurteilt die IPPNW den Einsatz als völkerrechtswidrig und besonders menschenverachtend.

Nachdem der israelische Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, im Juli nicht auf eine entsprechende Anfrage der IPPNW reagiert hatte, wiederholte und erweiterte die Friedensorganisation heute ihr Aufklärungsgesuch. Anlass dafür sind Medienberichte, wonach der israelische Gesundheitsminister Yaakov Edri zugab, dass die israelische Armee Phosphor eingesetzt hatte.

Ärzte aus dem Libanon und aus Gaza hatten im Juli von verletzten Zivilisten mit schwersten Verbrennungen berichtet, die auf den Einsatz von Phosphor hindeuten. Der Einsatz dieser Kampfstoffe in bewohnten Gebieten ist nach aktuellem Völkerrecht ver-boten, da sie "übermäßiges Leiden verursachen oder unterschiedslos wirken".

Im Einzelnen will die IPPNW wissen,

1. wo und in welchem Umfang wurde Phosphormunition durch die israelische Armee eingesetzt?

2. ob die israelische Armee auch weiterhin plant, Phosphormunition einzusetzen?

3. ob die israelische Regierung versuchen wird, die Opfer des Phosphorbombeneinsatzes und deren Angehörige ausfindig zu machen und Wiedergutmachung zu leisten?

4. ob die israelische Regierung internationale Rüstungskontroll- und Abrüstungsbe-strebungen für diese und ähnliche Munition unternehmen wird, die "übermäßiges Leiden verursachen oder unterschiedslos wirken"?

Kontakt:
Jörg Welke: 030 / 698 074-14, Mobil: 0177- 480 63 90

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