Klimawandel, Kampf um Ressourcen, Atomausstieg - energiepolitische Themen machen jeden Tag Schlagzeilen. Zukunftsfähige Energiepolitik steht im Zentrum einer kostenlosen Diskussionsveranstaltung, die am 4. Oktober 2007 um 19 Uhr beim Offenen Kanal Gera stattfindet. Auf dem Podium werden Thorben Becker vom Bund für Umwelt und Naturschutz, Corinna Hölzel von Greenpeace Energy und Angelika Claußen von der Ärzteorganisation IPPNW über die notwendigen Grundlagen einer nachhaltigen Energiepolitik diskutieren. Mit dabei ist auch der Physiker Stephan Heck. Er ist Besitzer eines so genannten Passivhauses und Experte beim Thema Energiesparen. Die öffentliche Veranstaltung in der Tonhalle Gera am Puschkinplatz richtet sich an Besucher der Bundesgartenschau und Interessierte aus der Region. Sie ist die letzte Veranstaltung der Ärzteorganisation IPPNW im Rahmen ihrer Reihe zur Bundesgartenschau. Die Veranstaltungsreihe setzte sich thematisch mit dem früheren Uranabbau in der Region auseinander. Der Abschlusstermin trägt daher auch den Titel: "Vom Atom zur Sonne".
Immer häufiger liest man von der "Energiewende". Früher bezeichnete man damit den Ausstieg aus der Atomenergie. Seit einigen Jahren wird der Begriff auch mit der Förderung klimafreundlicher Energieerzeugung und der verminderten Nutzung von fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas verbunden. Aber was bedeutet so eine Energiewende für unsere Lebensqualität? Welche Probleme und Möglichkeiten könnten sich beim Umstieg auf erneuerbare Energien ergeben? Wie kann die Politik, aber auch der einzelne Konsument zu einer nachhaltigen Energiepolitik beitragen? Auf diese Fragen wollen die vier Experten auf dem Podium Antworten finden. Sicherlich wird auch das Publikum Gelegenheit haben, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.
Das Thema ist hochaktuell: Mehr als 90 % der heute erzeugten Energie stammt aus nicht regenerierbaren Rohstoffen bei rasant steigendem globalen Energiebedarf. Klimawandel und Umweltverschmutzung sind die Folge. Viele Staaten setzen zur Lösung dieses Problems auf die Atomenergie. Doch das dafür nötige Uran ist begrenzt. Die Geschichte des Uranbergbaus in Thüringen zeigt, wie er die Landschaft zerstört und die Gesundheit der Bergbauarbeiter gefährdet. Daneben bleiben die Probleme mit der Entsorgung des Atommülls, das Risiko eines Super-GAUs und des Missbrauchs des Urans für Atomwaffen. Die Diskussionsveranstaltung hat das Ziel zu verdeutlichen, wie eine nachhaltige Energiepolitik ohne Atomenergie aussehen und wie jeder Einzelne dazu beitragen kann.
Alle IPPNW-Veranstaltungen zur Bundesgartenschau auf einen Blick: www.uranrisiko.de
Für weitere Informationen oder Vermittlung von Interviews mit den Experten:
Sven Hessmann, Pressereferent, Tel.: 030 69 80 74 14 , E-Mail: hessmann@ippnw.de
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