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IPPNW-Pressemitteilung vom 30. Juli 2007

Uran: In jedem Fall ein Risiko?

Öffentliche Podiumsdiskussion in Gera über die Verbindung zwischen ziviler und militärischer Nutzung der Atomenergie

30.07.2007 Eine öffentliche Podiumsdiskussion mit dem Titel „Atomenergie: Griff nach der Bombe“ findet am 2. August 2007 um 18.30 Uhr in der Tonhalle Gera statt. Thema des Abends ist die Verbindung zwischen der militärischen und zivilen Nutzung der Atomenergie. Der Dauerkonflikt um die Urananreicherung im Iran, das umstrittene US-Nuklearabkommen mit Indien sowie die jüngste Debatte um den geplanten Export von Atomenergie-Technologie von Frankreich nach Libyen zeigen die Aktualität dieses Problems. An der Diskussion teilnehmen werden der Physiker Dr. Wolfgang Liebert von der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Naturwissenschaft, Technik und Sicherheit (IANUS), der Politikwissenschaftler Dr. Oliver Meier von der Arms Control Association und die Atomwaffenexpertin Xanthe Hall von der Ärzteorganisation IPPNW. Die Moderation übernimmt der Journalist Timur Diehn (ARD, ARTE), der auch den Zuhörern Gelegenheit zur Wortbeiträgen geben wird. Die öffentliche und kostenlose Veranstaltung in der Tonhalle Gera am Puschkinplatz richtet sich an Besucher der Bundesgartenschau und Interessierte aus der Region. Die IPPNW veranstaltet die Podiumsdiskussion im Rahmen ihrer Reihe zur Bundesgartenschau.

Nordkorea, Israel, Indien und Pakistan haben es vorgemacht: Unter dem Deckmantel eines zivilen Atomenergieprogramms lassen sich geheime Atomwaffenprogramme vorantreiben. Mittlerweile sind alle vier Staaten im Besitz von Atomwaffen. Jetzt will der Iran Uran anreichern und einen Schwerwasserreaktor bauen. Damit würde der Iran über kurz oder lang auch Zugriff zur Bombe bekommen. Doch hier steckt das Dilemma: Warum dürfen Deutschland oder Japan Uran anreichern und Staaten wie Nordkorea oder Iran nicht? Welche Rolle spielt die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA), deren Inspektoren eigentlich genau diese militärische Nutzung verhindern sollen? Das sind einige der Fragen, die an diesem Abend diskutiert werden.

Weitere Informationen oder Vermittlung von Interviews mit den Experten:
Sven Hessmann, Pressereferent, Tel.: 030 – 69 80 74 14 , E-Mail: hessmann@ippnw.de

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