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IPPNW
IPPNW-Presseinfo vom 6. Juli 2005

Polizeigewalt bei Anti-NPD-Demonstration

Beamte verletzen IPPNW-Ärztin

06.07.2005 

Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) verurteilen den massiven Polizeieinsatz in Braunschweig am 18. Juni gegen Demonstranten, die sich einem NPD-Aufmarsch in den Weg gestellt haben. Mehrere der Teilnehmer wurden dabei von 3.000 Polizisten mit roher Gewalt behandelt, um den Weg für die 200 Rechtsradikalen frei zu räumen. Dabei wurde auch eine IPPNW-Ärztin aus Braunschweig verletzt. Bislang ist die örtliche Polizeiführung jede Erklärung zu ihrem Vorgehen schuldig geblieben.

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Plakataktion der IPPNW in Herford

Europa macht dicht

27.11.2004 

Um die Konturen des schwarzen Kontinents vor den Farben Afrikas schlingt sich Stacheldraht, darüber steht "Europa macht dicht". Mit diesem Motiv hat die Herforder IPPNW-Regionalgruppe die Tradition der Plakatwand-Aktionen wieder aufgenommen. Thema war die deutsche und europäische Ausländer- und Asylpolitik, insbesondere Pläne von Innenminister Otto Schily, Auffanglager in Nordamerika zu errichten. Sie würden nach Auffassung von Dr. Winfried Eisenberg und Dr. Wolf Müller das europäische Asylrecht aushebeln und der Fremdenfeindlichkeit Vorschub leisten.

Gentechnik in Lebensmitteln

Die Kunst der Ernährung

15.07.2003 

Seit Beginn des Industriezeitalters entwickelte sich die Nahrungsmittelindustrie kontinuierlich. Was zunächst als großer Erfolg an praktischen Errungenschaften z.B. für die Konservierung und dann für die Verfeinerung von Nahrungsmitteln gefeiert wurde, findet heute seinen Höhepunkt in der Entwicklung von neuzeitlichem "designer food". Längst hat die Gentechnikindustrie ihre Domänen in der Landwirtschaft und in der Erzeugung von "maßgeschneiderten" Nahrungsmitteln entdeckt.

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Aus IPPNW-Forum 78/02

Zur momentanen Situation des Gesundheitssystems

Ein Interview mit Ellis Huber

15.12.2002 

Das deutsche Gesundheitswesen leidet an einer systemischen Krankheit. Die beteiligten Akteure, Ärzteschaft, Krankenhausträger, Krankenkassen oder andere Verantwortungsträger optimieren die Durchsetzung ihrer Partikularinteressen. Es mangelt an einer systemischen Sichtweise, die den einzelnen als Teil eines größeren Ganzen erkennt. Individualisierte oder gruppenegoistische Profitziele stehen im Vordergrund, soziales Wachstum oder die Orientierung an humanitären Werten wird bei den meisten Beteiligten nicht mehr als wirkliche Aufgabe wahrgenommen. Es fehlt ein Denken und Handeln in sozialer Verantwortung.

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Aus dem IPPNW-Forum 75/76

Untersuchung von Traumatisierten

Psychische Leiden der Flüchtlige

15.07.2002 

Weltweit zunehmende innerstaatliche Krisen, Umwälzungen und Bürgerkriege führen zu wachsenden Flüchtlingsbewegungen. Menschen aus vielen Ländern sind gezwungen ihren Lebensraum zu verlassen, zumeist nach einschneidenden traumatischen Erlebnissen. Nur wenigen von ihnen gelingt die extrem schwierige Flucht nach Europa, ca. 90.000 erreichen jährlich Deutschland. Etwa 25.000 von ihnen sind nach internationalen Statistiken Überlebende von extremtraumatischen Erlebnissen und Folter. Ihre körperliche und psychische Gesundheit ist zumeist auf vielfache Weise beeinträchtigt. Neben den Entwurzelungserfahrungen (Verlust der Heimat, fremde Sprache, Normen und Werte) tragen sie unbewältigte traumatische Erlebnisse mit sich. Etwa die Hälfte dieser Gruppe leidet unter schweren seelischen Folgeerkrankungen.

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IPPNW-Aktion in Herford

Ärzte für mehr Menschlichkeit

04.05.2002 

Mit einer doppelten Plakatwand protestierte die Herforder Regionalgruppe der IPPNW gegen die drohende Abschiebung von MitbürgerInnen. Auf dem Plakat gegenüber dem Kreishaus standen stellvertretend für viele andere die Namen von SchülerInnen der Hauptschule Meierfeld. Die Botschaft richtet sich an die Beamten, die im Kreis Herford über die Abschiebung entscheiden. "Man muss die Paragraphen des Grundgesetzes und der Genfer Flüchtlingskonvention heranziehen und nicht die des Ausländerrechtes", so IPPNW-Mitglied Dr. Winfried Eisenberg.