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IPPNW
Aus dem IPPNW-Forum 75/76

Untersuchung von Traumatisierten

Psychische Leiden der Flüchtlige

15.07.2002 

Weltweit zunehmende innerstaatliche Krisen, Umwälzungen und Bürgerkriege führen zu wachsenden Flüchtlingsbewegungen. Menschen aus vielen Ländern sind gezwungen ihren Lebensraum zu verlassen, zumeist nach einschneidenden traumatischen Erlebnissen. Nur wenigen von ihnen gelingt die extrem schwierige Flucht nach Europa, ca. 90.000 erreichen jährlich Deutschland. Etwa 25.000 von ihnen sind nach internationalen Statistiken Überlebende von extremtraumatischen Erlebnissen und Folter. Ihre körperliche und psychische Gesundheit ist zumeist auf vielfache Weise beeinträchtigt. Neben den Entwurzelungserfahrungen (Verlust der Heimat, fremde Sprache, Normen und Werte) tragen sie unbewältigte traumatische Erlebnisse mit sich. Etwa die Hälfte dieser Gruppe leidet unter schweren seelischen Folgeerkrankungen.

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Aus dem IPPNW-Forum 71

Flüchtlingsschutz geschwächt

Zuwanderungsgesetz

15.10.2001 

Anfang August stellte Bundesinnenminister Otto Schily den Referentenentwurf für ein Zuwanderungsgsgesetz vor. Die ersten Reaktionen der Medien und Parteien - außer in der CSU -waren überwiegend positiv. Doch Menschenrechtsorganisationen übten schon damals Kritik. Der Entwurf sehe einige Verbesserungen für Flüchtlinge vor, insgesamt werde der Flüchtlingsschutz aber erheblich geschwächt. Diese Kritik hat auch nach gründlicher Durchsicht des über 250 Seiten starken Entwurfs Bestand.

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Bleiberecht für Traumatisierte

Unterschriftenkampagne

15.07.2000 

Überlebende von Folter, Vergewaltigung und Krieg finden in Deutschland nur noch selten den notwendigen Schutz und die Sicherheit, um ihr Trauma zu bewältigen. Sie leiden unter den gravierenden Folgen ihrer Erlebnisse, die ihre Gesundheit nachhaltig schädigen. Die erlebte Gewalt findet ihren Ausdruck u.a. in «posttraumatischen Belastungsstörungen» und psychosomatischen Erkrankungen. Wir fordern vom Deutschen Bundestag und der Bundesregierung ein gesetzlich verbrieftes Bleiberecht für traumatisierte Flüchtlinge.

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Bericht von Terre des femmes

Genitalverstümmelung

Menschenrechtsverletzung an Frauen

15.04.2000 

Nach Erkenntnissen von Terre des femmes leben allein in Deutschland etwa 21.000 Frauen aus afrikanischen Ländern, die an ihren Genitalien verstümmelt wurden. Hinzu kommen etwa 5.500 potentiell gefährdete bzw. bereits betroffene Mädchen. In vielen Fällen werden die Mädchen zum Zweck einer Verstümmelung in den Ferien in ihre Heimatländer gebracht. Es bestätigten sich ebenso Befürchtungen, dass hierzulande ÄrztInnen bereit sind, diesen Eingriff vorzunehmen.

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Kommentar

Nichts getan

Bilanz rot-grüner Flüchtlingspolitik

15.10.1999 

Viel war es ohnehin nicht, was sich die neue Bundesregierung zur Verbesserung der Situation der Flüchtlinge auf ihre Fahnen geschrieben hatte. Waltraut Wirtgens Bilanz des ersten Jahres rot-grüner Flüchtlingspolitik: Auch weiterhin besteht kein Schutz für traumatisierte Flüchtlinge und Folteropfer.

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Aus dem IPPNW-Forum 59/99

Abgeschoben - und dann?

Kurdische Familie nach der Abschiebung

15.10.1999 

Ende August waren zwei MitarbeiterInnen der Villinger Kontaktstelle für traumatisierte Flüchtlinge im türkischen Teil von Kurdistan unterwegs. Sie begleiteten eine kurdische Familie nach der Abschiebung in ihr Heimatland. Ziel der Reise war, die Lebensbedingungen abgeschobener Menschen nach ihrer Rückkehr zu untersuchen, um Konsequenzen für die Flüchtlingsarbeit in Deutschland zu ziehen. Der Arzt Ernst-Ludwig Iskenius: «Das hört sich nicht so aufregend an. Doch die Familien, zu denen wir Kontakt hatten, mussten unseretwegen um ihre Sicherheit fürchten.»

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Bericht

Verfolgte Frauen schützen

Versprechen müssen gehalten werden

15.10.1999 

«Wir werden die Verwaltungsvorschriften mit dem Ziel der Beachtung geschlechtsspezifischer Verfolgungsgründe überarbeiten.» Dies kündigten SPD und Bündnis 90/Die Grünen in ihrer Regierungserklärung an. Zwei Jahre lang hatten der Deutsche Frauenrat und PRO ASYL mit Unterstützung von Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden und Menschenrechtsorganisationen die Kampagne «Verfolgte Frauen schützen» durchgeführt. Rund 100.000 Menschen haben unser Anliegen unterstützt. Fast ein Viertel der Regierungszeit ist nun vorbei. Was ist seitdem geschehen? Werden verfolgte Frauen besser geschützt?

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Aus IPPNW-Forum 59/99

Einmischung

IPPNW-Arbeitskreis Flucht und Asyl

15.10.1999 

In dieser Arbeitsgruppe arbeiten Ärztinnen und Ärzte zusammen, die berufsbedingt mit der Asylgesetzgebung konfrontiert sind. Sie zeigen auf, wo Ärztinnen und Ärzte bei Abschiebungen gegen ihr Berufsethos handeln. Sie setzen sich für eine adäquate Behandlung von Flüchtlingen, für überlebende von Folter und Traumatisierte ein, um so Sekundärkrankheiten und die generationsübergreifende Weitergabe von traumabedingten Folgeschäden zu verhindern.

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