Weltweit zunehmende innerstaatliche Krisen, Umwälzungen und Bürgerkriege führen zu wachsenden Flüchtlingsbewegungen. Menschen aus vielen Ländern sind gezwungen ihren Lebensraum zu verlassen, zumeist nach einschneidenden traumatischen Erlebnissen. Nur wenigen von ihnen gelingt die extrem schwierige Flucht nach Europa, ca. 90.000 erreichen jährlich Deutschland. Etwa 25.000 von ihnen sind nach internationalen Statistiken Überlebende von extremtraumatischen Erlebnissen und Folter. Ihre körperliche und psychische Gesundheit ist zumeist auf vielfache Weise beeinträchtigt. Neben den Entwurzelungserfahrungen (Verlust der Heimat, fremde Sprache, Normen und Werte) tragen sie unbewältigte traumatische Erlebnisse mit sich. Etwa die Hälfte dieser Gruppe leidet unter schweren seelischen Folgeerkrankungen.
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