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Europa macht dicht
Um die Konturen des schwarzen Kontinents vor den Farben Afrikas schlingt sich Stacheldraht, darüber steht "Europa macht dicht". Mit diesem Motiv hat die Herforder IPPNW-Regionalgruppe die Tradition der Plakatwand-Aktionen wieder aufgenommen. Thema war die deutsche und europäische Ausländer- und Asylpolitik, insbesondere Pläne von Innenminister Otto Schily, Auffanglager in Nordamerika zu errichten. Sie würden nach Auffassung von Dr. Winfried Eisenberg und Dr. Wolf Müller das europäische Asylrecht aushebeln und der Fremdenfeindlichkeit Vorschub leisten.
Ärzte für mehr Menschlichkeit
Mit einer doppelten Plakatwand protestierte die Herforder Regionalgruppe der IPPNW gegen die drohende Abschiebung von MitbürgerInnen. Auf dem Plakat gegenüber dem Kreishaus standen stellvertretend für viele andere die Namen von SchülerInnen der Hauptschule Meierfeld. Die Botschaft richtet sich an die Beamten, die im Kreis Herford über die Abschiebung entscheiden. "Man muss die Paragraphen des Grundgesetzes und der Genfer Flüchtlingskonvention heranziehen und nicht die des Ausländerrechtes", so IPPNW-Mitglied Dr. Winfried Eisenberg.
Staatlicher Rassismus
Gewalt bei Abschiebungen
Immer wieder werden Vorwürfe über massive Gewaltanwendung von Bundesgrenzschutzbeamten bei der Abschiebung von zurückgewiesenen Flüchtlingen laut. Am 2. September 2000 wurde eine iranische Familie mit vier Kindern im Alter von zehn bis 21 Jahren auf dem Frankfurter Flughafen von BGS-Beamten in einen Bus gezwungen, der sie zu einer zum Abflug bereit stehenden Maschine der Middle East Airways nach Beirut bringen sollte.
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