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IPPNW
IPPNW-Presseinfo vom 6. Juli 2005

Polizeigewalt bei Anti-NPD-Demonstration

Beamte verletzen IPPNW-Ärztin

06.07.2005

Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) verurteilen den massiven Polizeieinsatz in Braunschweig am 18. Juni gegen Demonstranten, die sich einem NPD-Aufmarsch in den Weg gestellt haben. Mehrere der Teilnehmer wurden dabei von 3.000 Polizisten mit roher Gewalt behandelt, um den Weg für die 200 Rechtsradikalen frei zu räumen. Dabei wurde auch eine IPPNW-Ärztin aus Braunschweig verletzt. Bislang ist die örtliche Polizeiführung jede Erklärung zu ihrem Vorgehen schuldig geblieben.

Die IPPNW fordert in einem offenen Brief die Leitende Kriminaldirektorin C. Müller auf, zu den Vorkommnissen Stellung zu nehmen und zu klären, ob das Vorgehen der Polizei mit Vorgesetzten oder politisch Verantwortlichen abgestimmt war und welche Konsequenzen daraus gezogen werden.

Dazu erklärt IPPNW-Vorstandsmitglied Christoph Krämer: »Es handelt sich aus unserer Sicht um einen nicht nachvollziehbaren, ungeheuerlichen Vorgang, der in eklatantem Widerspruch zu den vielen großen Worten zum 60. Jahrestag des Endes von Hitlerfaschismus und 2. Weltkrieg in diesem Jahre steht.«

Der offene Brief wurde auch dem Bundesinnenministerium und dem Niedersächsischen Innenministerium in Hannover zur Kenntnisnahme geschickt.

Den offenen Brief können Sie in der Geschäftsstelle der IPPNW in Berlin anfordern.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Dr. Ute Watermann 030-698 074-18.

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