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IPPNW

Gentechnik in Lebensmitteln

Die Kunst der Ernährung

15.07.2003 

Seit Beginn des Industriezeitalters entwickelte sich die Nahrungsmittelindustrie kontinuierlich. Was zunächst als großer Erfolg an praktischen Errungenschaften z.B. für die Konservierung und dann für die Verfeinerung von Nahrungsmitteln gefeiert wurde, findet heute seinen Höhepunkt in der Entwicklung von neuzeitlichem "designer food". Längst hat die Gentechnikindustrie ihre Domänen in der Landwirtschaft und in der Erzeugung von "maßgeschneiderten" Nahrungsmitteln entdeckt.

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Aus IPPNW-Forum 78/02

Zur momentanen Situation des Gesundheitssystems

Ein Interview mit Ellis Huber

15.12.2002 

Das deutsche Gesundheitswesen leidet an einer systemischen Krankheit. Die beteiligten Akteure, Ärzteschaft, Krankenhausträger, Krankenkassen oder andere Verantwortungsträger optimieren die Durchsetzung ihrer Partikularinteressen. Es mangelt an einer systemischen Sichtweise, die den einzelnen als Teil eines größeren Ganzen erkennt. Individualisierte oder gruppenegoistische Profitziele stehen im Vordergrund, soziales Wachstum oder die Orientierung an humanitären Werten wird bei den meisten Beteiligten nicht mehr als wirkliche Aufgabe wahrgenommen. Es fehlt ein Denken und Handeln in sozialer Verantwortung.

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Wider die Bedenkenlosigkeit

IPPNW-Kongress "Medizin und Gewissen"

15.07.2001 

Bundespräsident Johannes Rau sagt "Nein", Bundeskanzler Gerhard Schröder sagt "Ja". Der Streit um die Grenzen der Gentechnik spitzt sich zu. Welchen Kurs wird Deutschland einschlagen? Wie werden medizinische Ziele, wirtschaftliche Interessen und die Fragen der Menschenwürde in der Medizin in Einklang gebracht? Ist das alles eine Frage des Gewissens?

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Aus dem IPPNW-Forum 68

Der Nürnberger Kodex und seine Folgen

"Forschen ohne Einwilligung"

15.04.2001 

Hätte Anfang der neunziger Jahre jemand prognostiziert, dass einmal die Frage der medizinischen Forschung an nicht einwilligungsfähigen Menschen zu einem Thema in den Schlagzeilen wird, das die Medien und die Wahlkampfstrategien der Parteien beherrscht, hätten wohl die meisten von uns dies für völlig undenkbar und für Träumereien einiger linker Gesundheitskritiker gehalten. Heute, im Jahre 2000, ist dieser Zustand aber eingetreten.

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Kritischer Medizinjournalismus

IPPNW-Medienpreis erstmals vergeben

15.05.2001 

Mit dem IPPNW-Medienpreis "Medizin und Gewissen" würdigen die Ärzte für Frieden und soziale Verantwortung erstmals eine kritische, journalistische Bestandsaufnahme von Medizin und Forschung unter dem Aspekt der Humanität. Die IPPNW zeichnet drei JournalistInnen aus, die der Ideologie des Machbaren einen humanen Gegenentwurf im Sinne der drei Begriffe Medizin, Würde und Gewissen entgegenstellen. Insgesamt 10.000 DM erhalten der FR-Redakteur Michael Emmrich in der Kategorie Print, der freie Journalist Oliver Tolmein in der Kategorie Hörfunk und die Fernsehjournalistin Silvia Matthies in der Kategorie Fernsehen. Alle drei PreisträgerInnen arbeiten seit langer Zeit kontinuierlich an der Thematik Medizin, Gesundheitspolitik und Menschenwürde.

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Aus dem IPPNW-Forum 68

Neue Gen-Politik

Wende in der Gentechnik- und Biomedizinpolitik?

15.04.2001 

Die Gentechnikpolitik ist zur Chefsache geworden. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) gibt jetzt die Richtung vor. Mit dem Rücktritt von Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) hat die SPD die Möglichkeit genutzt, neben den inhaltlichen auch die personellen Weichen neu zu stellen. Damit scheint sich nun eine Wende in der Gentechnik- und Biomedizinpolitik abzuzeichnen.

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Medizin im Nationalsozialismus

Würdigung von Walter Wuttke

15.02.2001 

Walter Wuttke hat mit seinem Buch "Medizin im Nationalsozialismus - ein Arbeitsbuch" bereits 1980 anhand mehrerer hundert kommentierter Dokumente die Grundlage für die Auseinandersetzung mit ÄrztInnen im Nationalsozialismus geschaffen. Darüber hinaus gestaltete er mit einer Projektgruppe von StudentInnen der Medizin, der Pädagogik und der Empirischen Kulturwissenschaften in Tübingen die Ausstellung "Volk und Gesundheit - Heilen und Vernichten im Nationalsozialismus".

Aus dem IPPNW-Forum 66

Die Mythen in der Gesundheitspolitik

Dr. Bernard Braun über die Gesundheitsreform

15.12.2000 

Die Reform der Gesundheitspolitik beruht auf vier Mythen. Der erste Mythos ist die Kostenexplosion. Dieser Begriff gründete sich auf Zahlen, die dadurch eine gewisse Seriosität gewinnen, dass sie auf OECD-Daten zurückgehen. Danach stiegen die Gesundheitsausgaben von 1970 bis 1996 von 6,4 auf 10,4 %. Der Anstieg von 6,4 % im Jahr 1970 auf 9,1 % 1975 ging auf die Anpassung der alten Bundesrepublik Deutschland an durchschnittliche mittel- und westeuropäische Verhältnisse zurück. Spitze waren damals wie heute die Vereinigten Staaten von Nordamerika mit heute ungefähr 14 %. Und die Schlusslaterne war Großbritannien mit heute 6,4 oder 6,5 Prozent. Es handelte sich also um eine Anpassung an durchschnittliche Verhältnisse.

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