Die aktuelle Untersuchung mit dem Titel "Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken" (KiKK-Studie) hat hohe Wogen geschlagen. Anstelle von nüchternen Bewertungen setzte noch vor der offiziellen Veröffentlichung ein Streit über die richtige Interpretation der Studie ein. In der Aktuellen Stunde des Deutschen Bundestages wurde jetzt deutlich, dass eine Überprüfung der Strahlenschutz-Grenzwerte auf die Tagesordnung gehört und dass die erforderliche Risikovorsorge zu gewährleisten ist.
Mitglieder des Expertengremiums der Studie und andere Strahlenschutz-Fachleute erörtern auf der Pressekonferenz:
- die aktuellen Kinderkrebsstudie im Kontext weiterer internationaler Studien
- das Ausmaß des Problems (Größe des Untersuchungsgebietes, Auswahl der Kontroll-Population)
- Kausalitätskriterien für den Zusammenhang zwischen Radionukliden und Krebsentstehung
- Lücken in der Immissions-Überwachung von Atomkraftwerken
- notwendige Konsequenzen für die deutsche Strahlenschutz-Verordnung
- notwendige Konsequenzen hinsichtlich der radioaktiven Freisetzungen aus Atomkraftwerken
Es sprechen:
- Prof. Dr. med. Wolfgang Hoffmann, Universität Greifswald, Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health
- Prof. Dr. rer. nat. Inge Schmitz-Feuerhake, Professorin der Universität Bremen i.R.
- Prof. Dr. med. Eberhard Greiser, ehem. Leiter des Bremer Instituts für Präventionsforschung, Sozialmedizin und Epidemiologie (BIPSE)
- Dr. med. Angelika Claußen, Vorsitzende der IPPNW
Für Fragen steht auf der Pressekonferenz weiterhin zur Verfügung:
- Dr. rer. nat. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz
Die Pressekonferenz findet statt
am Mittwoch, den 19. Dezember 2007 um 11 Uhr
11 Uhr, IALANA-Büro, Glinkastr. 5-7, 3. Stock, Raum 304, Berlin
Anfahrtsbeschreibung: U-Bahn U2 Station Mohrenstrasse oder U6 Stadtmitte. Vom Hauptbahnhof alle S-Bahnen gen Osten eine Station bis Friedrichstrasse, von da die U6 2 Stationen bis Stadtmitte
Kontakt:
Dr. Jens-Peter Steffen, IPPNW-Pressestelle, Tel. 030-69 80 74-13
Henrik Paulitz, IPPNW-Fachreferent für Atomenergiefragen, Tel. 0621-39 72 668
Internet:
www.ippnw.de
www.ippnw-ulm.de
www.alfred-koerblein.de
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW)
Körtestr. 10
10967 Berlin
Tel. 030-69 80 74-0
www.ippnw.de
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